Die Barke-
Bestatt ung und Begleitung in Frauenhänden
Frau Holz, wie sind Sie auf die Idee gekommen, ein Bestattungsunternehmen zu gründen, das von den Normen abweicht?
Ich wollte schon als kleines Mädchen gern Hebamme werden. Im Laufe meines Lebens kam ich durch eine spirituelle schamanische Ausbildung dann darauf, dass es früher durchaus üblich war, Hebammen zu rufen, wenn jemand gestorben war. Sie haben also nicht nur den Menschen beim Eintritt ins Leben geholfen, sondern auch beim Übergang in ein anderes Leben. Sie haben sie gewaschen und liebevoll auf diesem Weg begleitet. Es war ein wichtiger Punkt für mich zu erkennen, wie nötig das heute wieder ist und dass diese Praxis seit Jahren in unserem Kulturraum Mitteleuropa nicht mehr üblich ist. Es findet eher ein Verdrängungsprozess statt. Ein weiterer Aspekt, Die Barke zu gründen, war, dass ich selbst einige Erfahrungen mit dem Tod in meinem Umfeld gemacht habe. Ich musste erleben, wie wenig Unterstützung und Begleitung wir damals erfuhren.
Frauen haben einen anderen Umgang mit Geburt, Leben und Tod. Denn sie haben ein intuitives Körperwissen.
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