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Selbstergründung ohne Ablenkung: abgeschirmter Naikan-Platz

Buchtipps

Gerald Steinke, Claudia Müller-Ebeling
Naikan: Versöhnung mit sich selbst
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Naikan: Versöhnung und Dankbarkeit

Naikan: Versöhnung und Dankbarkeit

Meist haben wir eine recht einseitige und damit unvollständige Sichtweise auf die eigene Lebensgeschichte und unsere Beziehungen zu den Mitmenschen. Unvoreingenommene Selbstergründung, wie sie im Naikan praktiziert wird, ermöglicht die heilsame Aussöhnung mit der Vergangenheit und Eigenverantwortung für die gesamte Lebensgestaltung.

Naikan ist eine Methode, ein Werkzeug, um sich selbst aus den Augen der Anderen zu sehen. Das japanische Wort „Naikan“ mag für westliche Ohren etwas exotisch tönen. Die Selbstergründungsmethode Naikan ist in ihrer Anwendung jedoch klar, einfach und ohne esoterischen Firlefanz. Naikan heißt Innenschau (nai = Inneres, kan = Schau).

Naikan wurde in den 1950er Jahren von Ishin Yoshimoto in Japan entwickelt. Ihm war es ein großes Anliegen, eine Methode zu entwickeln, die für alle Menschen unabhängig von Kultur oder Religionszugehörigkeit, praktizier- und anwendbar ist. Die Methode fand durch Professor Akira Ishii in den 1980er Jahren den Weg von Japan über Österreich und Deutschland nach Europa. In Österreich und Deutschland gibt es heute mehrere Naikan-Zentren. In der Schweiz ist die Methode noch wenig bekannt.

Mit den drei Naikan-Fragen überprüft man sein „Inventar“, die eigene Lebensgeschichte von der Geburt bis zum heutigen Tag.

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