Der Islam heute
Religiöse „Bildungsnot“
Die meisten von uns wissen erstaunlich wenig über den Islam, und diese Kenntnisse sind oft ausgesprochen negativ geprägt.
Zum Islam bekennen sich mehr als eine Milliarde Menschen, also rund 20 Prozent der Weltbevölkerung. Angesichts dieser Zahlen ist es erstaunlich, wie wenig die meisten von uns über den Islam wissen. An welchem deutschen Gymnasium zum Beispiel wird Arabisch – und sei es auch nur als Arbeitsgemeinschaft – angeboten? Und es war wohl nicht ganz zu Unrecht, als kürzlich in einer Talkshow zum Nahostkonflikt eine fließend Deutsch sprechende Palästinenserin bemerkte, in der Regel wisse ein beliebiger muslimischer Taxifahrer in Jerusalem mehr über die Inhalte des Christentums als umgekehrt ein durchschnittlich gebildeter deutscher Akademiker über den Islam.
So kommt es bis heute immer wieder vor, dass Politiker und Journalisten im Fernsehen statt von Muslimen oder Moslems von „Mohammedanern“ sprechen. Muslime hören dies nicht gern, weil Mohammed für sie nicht denselben Stellenwert hat wie Christus für Christen. Mohammed ist der Prophet Gottes, seine Stimme, aber nicht der Inhalt des Islam. Die wenigen Kenntnisse, die wir über den Islam haben, sind zudem oft noch ausgesprochen negativ geprägt.
PETER KLIEMANN
Bedenke die Unterschied!
„Der “Islam“ ist keine einheitliche Größe. Es gibt innerhalb der islamischen Welt Unterschiede geographischer, politischer und historischer Art.
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