ESOTERIK

ESOTERIK

Ein Thema – sechs Facetten

Die abendländische Esoterik ist größtenteils christlich. Kirche und Christentum sind also nicht dasselbe. Daher die bis heute anhaltenden Spekulationen um die Person Jesu. Esoteriker streben danach, auf dem Initiationsweg der Selbstverwandlung das Ziel des Lebens zu erkennen. „Esoterisch“ (gr. „innerlich“) verweist auf eine Wirklichkeits-Ebene, die nur Eingeweihten zugänglich ist. Die heutige Esoterik-Branche bietet meist nur Versatzstücke aus der esoterischen Praxis an, die so zu einer unlösbaren Mischung aus Wahrheit und Illusion gerät.

EINE URALTE TRADITION

Esoterik nennen wir denjenigen Organismus, welcher aus verschiedenen Lehren über die in der Welt verborgenen übersinnlichen Kräfte und Wirkungen und ihren Zusammenhang mit dem sinnlich-physisch Wahrnehmbaren besteht. Dieser Organismus enthält zugleich eine Reihe von Handlungs-Anweisungen und Methoden zur Erkenntnis dieser Zusammenhänge.

Die Esoterik hat also einen theoretischen und einen praktischen Teil, wobei das Studium der esoterischen Lehren selbst eine von mehreren Stufen der esoterischen Praxis bildet. Lehre und Forschung sorgen von Jahrhundert zu Jahrhundert dafür, dass es in der Esoterik einen mehr oder minder beständigen Zustrom an neuen Erkenntnissen und einen Fortschritt bei den verschiedenen Forschungsmethoden gibt.

Es existiert also eine fruchtbare esoterische Tradition. Und darum verbindet alle esoterisch Strebenden und Forschenden durch die Jahrhunderte und Jahrtausende ein gemeinsames Band.

M. Frensch

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