„Baba“ Sawan Singh, Autor

„Baba“ Sawan Singh (1858-1948) lehrte den Pfad des inneren Lichts und Klangs. In zahlreichen Briefen erläuterte er seinen Schülern in einfacher, lebensnaher Form die Grundlagen der Spiritualität.


Artikel des Autors


„Ich-heit oder die Vorstellung, ein von Gott getrenntes Wesen zu sein, ist die Ursache all dessen, was MEIN sagt im Menschen. Wir möchten, dass alles UNSER wird und legen unserer freien Seele damit leidvolle Fesseln an.“ Wie ist es dazu gekommen, und wie finden wir wieder aus dieser misslichen Lage heraus?
Unser Verstand kann ein großes Hindernis auf dem Weg zur Erlö sung sein. Statt zu fragen: WARUM sind die Dinge so, wie sie sind?, ist es besser, praktisch zu denken und sich zu fragen: WIE kann ich sie ab jetzt ändern?
Schläfrigkeit, Trägheit und Nachlässigkeit sind die drei Haupthindernisse in der Meditation. Für alle drei gibt es bewährte Heilmittel. Grundsätzlich gilt: die richtigen Prioritäten setzen, regelmäßig sein, und vor allem: Widerstände langsam, aber zielgerichtet abbauen.
„Unser Geist nimmt die Merkmale der Nahrungs mittel an, die wir essen. Ein Schüler des inneren Pfades reagiert so feinfühlig, dass schon kleine Mengen ungeeigneter Kost Unrast, Trägheit und Launenhaftigkeit in ihm erzeugen. Einfache, frische, naturbelassene vegetarische Kost, maßvoll genossen, gibt dem G...
„Es gibt Dinge, die sich nur der inneren Schau erschließen, nicht aber dem Denken. Es wird von so vielen äußeren Faktoren bestimmt – wie Umwelt, Erziehung, Lebensalter, Stimmung –, dass seine Erkenntnisse stark variieren. Alle Menschen, die je nach innen gegangen sind, haben dagegen mit ihrem Seelenauge ein und dieselbe Wirklichkeit erkannt.“
Scheinbar unverständliche Verhaltensweisen sind vom karmischen Gesichtspunkt durchaus logisch. Man kann sie mit Gesteins- oder Gewebeschichten vergleichen: von außen lässt sich nur ahnen, was unter der Oberfläche liegt. Erst wenn wir sie von innen her betrachten, begreifen wir, wie sie genau zusammenhängen.
Zwischen spirituellen Idealen und der „real existierenden“ Wirklichkeit klafft meistens eine unübersehbare Lücke. Kein Wunder, denn mit äußeren Mitteln wie guten Vorsätzen usw. lassen sie sich ohnehin nicht realisieren, sondern nur mit Hilfe der Meditation. Dort fließen sie uns als göttliche Tugenden von selber zu und v...
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