Seit 2002 traten bei Gabriel S., damals 8, epilepsieartige Krampfanfälle mit Bewusstseinsverlust und ausgeprägten Wortfindungsstörungen auf. Die Diagnose lautete auf eine “arteriovenöse Gefäßmissbildung des Gehirns”. Im November 2002 wurde der Junge deswegen operiert. Seither wurde er zwar nicht mehr spontan bewusstlos, dafür litt er aber Tag für Tag ununterbrochen an Kopfschmerzen und Drehschwindel, weshalb er immer wieder stürzte. Die organische Ursache dafür blieb im Dunkeln. Wegen seiner ständigen Schmerzen konnte er kaum noch schlafen, und weil er dem Unterricht nicht mehr folgen konnte, empfahl die Schulleitung schließlich, ihn auf eine Sonderschule zu versetzen. Ein auswegloser Fall?
Im Dezember 2004 wurde Gabriel von seiner verzweifelten Mutter zu einer Ärztin gebracht, die auch als Geistheilerin praktiziert. Dreimal legte sie dem Jungen die Hände auf – seither sind sämtliche Symptome verschwunden. Inzwischen gilt der Junge als vollständig geheilt.
Ähnlich wundersame Genesungen hat der Philosoph und Psychologe Dr. Harald Wiesendanger , 50, wiederholt miterlebt. Gerade für Kinder, die aus schulmedizinischer Sicht als „therapieresistent“, wenn nicht gar als unheilbar gelten, sieht er deshalb in Geistigem Heilen eine beachtliche Chance. Und so hat Wiesendanger – Autor von 17 Sachbüchern über diese nach wie vor umstrittene, mysteriöse Therapieform – jetzt die Stiftung „Auswege“ ins Leben gerufen. Der Name ist Programm: Vermeintlich „unheilbaren“ Kindern soll sie Auswege eröffnen, wie komplementäre, sog. „alternative“ Therapieformen sie erfahrungsgemäß in vielen Fällen bieten – insbesondere Geistiges Heilen.
Die Erfolgsaussichten eines solchen Vorhabens stehen alles andere als schlecht. Zwar sind, einer niederländischen Studie zufolge, nur 1,5 Prozent ...
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