Lange galt es als erwiesen, dass das Gehirn im Laufe eines Lebens keine neuen Zellen bilden und sich nicht weiter entwickeln kann, sondern dass im Gegenteil mit dem Alter immer mehr Zellen absterben und deshalb das Gedächtnis und andere geistige Fähigkeiten unwiederbringlich verloren gehen. Erst im letzten Drittel des 20. Jahrhunderts begann sich diese deprimierende Auffassung der Hirnforscher zu wandeln, nicht zuletzt auf Anregung des Dalai Lama. Er gründete bereits 1978 zusammen mit Wissenschaftlern das Mind and Life Institute für einen verstärkten Dialog zwischen Wissenschaft und traditionellen Methoden der Versenkung und Kontemplation. Es sollte aber noch einige Jahrzehnte dauern, bis seine zentrale Frage: „Kann der Geist das Gehirn beeinflussen?“ wirklich durchdrang. Heute wird u.a. das Gehirn Tibetischer Mönche während und nach der Meditation auf vielfältigste Weise untersucht – mit für die Wissenschaftler erstaunlichen Ergebnissen.
Stress ist Angst, Frieden ist Kraft. Don Joseph Goewey
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