Es tut gut, ab und zu (und besonders in Krisenzeiten) das Leben ganz ehrlich rückwärts Revue passieren zu lassen. Hat nicht die schwere Krankheit etwas Gutes in Gang gesetzt? Hat die schwere Trennung und Scheidung vom Partner nicht etwas Neues und Schönes in mir erzeugt? Welche Krise hat mich besonders schwer geschüttelt, und was ist am Ende dabei herausgekommen?
Holen Sie sich einen Zettel und Stift zur Hand und schreiben Sie sich auf, was die Krise Neues hervorgebracht hat, oder was sich danach positiv veränderte in Ihrem Leben. Wer ab und zu solch seelische „Waschungen“ durchführt, verliert immer mehr die Angst vor neuen Krisen. Dann wächst mit der Zeit ein Urvertrauen in diese Schöpfung und in das eigene Schicksal.
Dass man am Anfang einer Krise ab und zu mal jammert, ist ganz natürlich und ein erster Reflex auf das Geschehen. Denken Sie aber daran, dass Jammern nur eine Form des Selbstmitleids ist, und das bringt Sie garantiert nicht weiter. Sie blockieren sich selbst damit und Ihre weitere Entwicklung. Jammern erzeugt immer einen „Kolbenfresser“ im energetischen System; es geht weder vorwärts noch zurück; es blockiert und lähmt.
Akzeptanz ist der erste Schritt in Richtung Ziel. Wenn Sie akzeptieren, dass es jetzt im alten Trott einfach nicht mehr weitergeht, dann haben Sie schon viel gewonnen. Nach der Akzeptanz folgt automatisch die Suche nach einer Lösung, nach einer Verbesserung. Und ab jetzt werden Sie tätig, vielleicht noch leise und zaghaft, doch auch das verbessert sich automatisch und wird immer stärker.
Wer diesen Zyklus schon ein paar Mal so erlebt hat, stärkt ebenfalls automatisch dieses gesunde Urvertrauen in die weise Schöpfung und in das eigene Schicksal.
Vor einigen Jahren verunglückte ein erfolgreicher Geschäftsmann so schwer, dass er trotz vieler Operationen querschnittgelähmt blieb. Der Mann resignierte, fing zu trinken an und wollte nicht mehr am Leben sein. Er, der früher die ganze Welt bereist hatte, im Geschäft erfolgreich war, ein großes Haus gebaut hatte, ein Segelboot besaß und keinerlei finanzielle Sorgen kannte, war plötzlich auch arbeitslos geworden. Sein Verhalten veränderte sich stark ins Negative, und er ekelte sogar die eigene Frau aus dem Haus. Das hatte wiederum zur Folge, dass er noch mehr trank und es ihm immer schlechter ging.
Ein Jahr danach bestellte er eine Lebensplan- Analyse und kam zu einer Beratung. Sein Geburtshoroskop entschlüsselte die wichtige Lebensaufgabe, seine Arbeit in den Dienst anderer (vor allem benachteiligter Menschen) zu stellen. Doch genau das hatte er noch nie in seinem Leben gemacht, und er empörte sich zuerst darüber. „Ich brauche Hilfe, nicht die anderen“, war sein Kommentar dazu. „Wer war denn schuld an meinem Unfall?“, fragte er mich. „Wenn Sie einen Schuldigen suchen in Form von Planeten, die am Unfalltag ungünstig standen, dann sind Sie bei mir an der falschen Adresse“, erwiderte ich. „Klar, dass zu der Zeit einige harte Spannungsaspekte am Wirken waren, aber sie sind nicht die Schuldigen. Das Schicksal will, dass Sie Ihr Leben total verändern, weil im alten Zustand Stillstand herrschte und kein weiteres Wachstum mehr möglich gewesen wäre“, erklärte ich ihm. „Je stärker die Krise Sie herausfordert, desto höher ist auch Ihre spirituelle Wachstumschance!“
Nach zwei Stunden intensiver Beratung war er spirituell randvoll und energetisch erschöpft und verließ die Praxis. In mir blieb die bange Frage, ob es der Mann schaffen könnte und sich nicht an seinem Selbstmitleid-Alkohol- Gemisch ersäufen würde. Zu meiner eigenen Erleichterung zeigten mir die gerade aktuellen Transite eine kosmische Starthilfe (Uranus im Trigon auf seine Sonne, Pluto im Sextil auf seinen Merkur), so dass er gute Erfolgschancen hätte, und nach zwei Wochen vergaß ich ihn immer mehr.
Ein Jahr darauf rief er wieder bei mir an, und ich staunte nicht schlecht. Der gelähmte Mann hat zuerst seine Trinkerei immer mehr reduziert, danach sein Haus verkauft, sich eine kleinere Behinderten gerechte Wohnung gekauft, vom restlichen Geld eine Firma gegründet, die Hilfsmittel für Behinderte vertreibt und auch neue entwirft. Er hat sein Auto umrüsten lassen und fährt damit selbst zu seinen Kunden. Aus diesen Kontakten sind zwei neue Freundschaften entstanden, und seit einer Woche bahnt sich sogar eine Art Versöhnung mit seiner Frau an. Ich war überglücklich und gratulierte ihm aus vollem Herzen.
Bei Frau Annette G. war es zwar nicht ganz so schlimm, aber für jeden Betroffenen ist jede Krise ganz schlimm. Sie verlor zuerst Ihre Arbeit als Lektorin in einem Verlag, der Pleite ging (Uranus Konjunktion Sonne). Doch schon Monate vorher war der Job immer aufreibender geworden, und sämtliche Überstunden wurden nicht mehr bezahlt. Danach folgte ein Auffahrunfall, an dem sie Schuld war. Zusätzlich gingen alle Gerätschaften in der Wohnung nacheinander kaputt (Waschmaschine, Geschirrspüler, Staubsauger, Kaffeemaschine) und ihre finanzielle Not wurde immer größer (Saturn Quadrat Merkur).
Nach ein paar Monaten vergeblicher Arbeitssuche verstarb dann auch noch ganz unerwartet ihre heiß geliebte Mutter (Pluto Quadrat Mond), und das schlechte Gewissen plagte sie, weil sie die Mutter lange nicht mehr besucht hatte und nicht sehr freundlich zu ihr gewesen war in den Telefonaten vorher. Auch die Freundschaft zu ihrer langjährigen Freundin litt plötzlich durch eigenartige und teils böse Machtspiele. Als diese Freundin ihr noch vorhielt, dass sie langsam in ihrem eigenen Selbstmitleid ertrinken würde, war das Maß voll, und Annette trennte sich von ihr. Nun fiel sie in ein dunkles, tiefes Loch: kein Job, keine Mutter, keine Freundin mehr, und das Geld reichte hinten und vorne nicht, dafür wurden die Depressionen immer mehr.
Zur Krönung des ganzen Dramas folgte eine Blasenentzündung (Pluto im Quadrat zum Mond), die mit Antibiotika behandelt wurde. Hätte sie bei mir gleich nachgefragt, hätte ich ihr das völlig unschädliche Kolloidale Silber dafür gegeben. Die Antibiotika hatten schon nach zwei Tagen verheerende Auswirkungen. Der Kreislauf kollabierte: Zittern am ganzen Körper, Herzschmerzen, juckende Hautausschläge, kurzum ein Kollaps im Immunsystem. Sie lag drei Wochen in der Klinik und wurde hochdosiert mit Cortison behandelt.
Annette bestellte sich danach eine Astromedizinische Analyse und bat um Ratenzahlung. Die Analyse beschrieb nicht nur ihre körperlichen und seelischen Behandlungsmöglichkeiten, sondern ging ja auch auf die geistigen Inhalte der aktuellen Transite ein. Sie nahm all diese Informationen wie ein trocken gewordener Schwamm gierig auf, und schon vier Monate später erhielt ich die ersten Rückmeldungen: Ihre Depressionen wurden dank natürlicher Mittel von Woche zu Woche leichter, und auch das Immunsystem funktionierte dank der genannten Aufbauhilfen wieder bestens.
Durch diese Rundum-Verbesserung traute Sie sich wieder mehr zu und startete eine freiberufliche Tätigkeit als Lektorin. Einige Verlage hatte sie schon als Kunden gewonnen und war überglücklich, denn jetzt konnte sie nach ihrem eigenen Lebenstempo und Biorhythmus arbeiten. Zudem beschloss sie, in allem etwas ruhiger zu verfahren, mehr zu leben als zu arbeiten. Mit der kleinen Geldeinbuße kam sie gut zurecht, denn viele schöne Dinge des Lebens kosten gar nichts. Auch hier zeigt sich, dass die Krise nicht nur fast überstanden ist, sondern bei Annette auch eine spirituelle Weiterentwicklung ausgelöst hatte.
FAZIT: Sollten wir nicht dankbarer sein, wenn es uns gerade einigermaßen gut geht?