Der britische Wissenschaftler John Anthony Allan wurde als Erfinder des „virtuellen Wassers“ mit dem Stockholmer Wasserpreis ausgezeichnet. Er entwickelte das Konzept in den neunziger Jahren, um damit zu beschreiben, welche Rolle das Wasser bei der Produktion und beim Handel von Nahrungsmitteln und Industriegütern spielt. Weil sein Konzept verständlich machen kann, wie wichtig das Wasser für Landwirtschaft und Industrie, für Klimawandel und Ressourcenverteilung, für Wirtschaft und Politik ist, hat ihn das Internationale Wasserinstitut SIWI mit dem Preis ausgezeichnet, der als „Wasser-Nobelpreis“ gilt und der mit rd. 100.000 Euro dotiert ist. Die Auszeichnung wurde in Verbindung mit der Weltwasserwoche in Stockholm vergeben, die vom 17.-23.08.2008 stattfand. Im Mittelpunkt der Weltwasserwoche stand der Mangel an Hygiene und Sanitäranlangen in weiten Teilen der Erde. Rund 2500 Experten aus 140 Nationen berieten im schwedischen Stockholm über Wege hin zu einer globalen sanitären Grundversorgung. Die Weltwasserwoche gilt als eine der wichtigsten internationalen Foren zur Diskussion über die nachhaltige Nutzung der knappen Ressource Wasser.
Quelle / Info: http://www.worldwaterweek.org