Paungger: Wir bekommen sehr viel Feedback von Ärzten – aber das machen sie nicht öffentlich. Vor allem nicht, wenn es sie auch noch selbst betrifft.
Poppe: Einige arbeiten auch mit uns zusammen. Wenn etwa heikle Untersuchungen anstehen, dann lassen sie sich gern von uns beraten. Das gilt ganz speziell für Heilpraktiker. Wir waren schon öfter auch zur Heilpraktikermesse eingeladen, um Vorträge zu halten. Dabei ergeben sich immer wieder neue Kontakte, um sich gegenseitig weiterzuhelfen.
Paungger: Das ist in Ordnung. Es ist so, dass auch ich nicht immer alles zum richtigen Zeitpunkt machen kann. Aber ich achte darauf, dass ich nicht die gleiche Tätigkeit das nächste Mal wieder falsch mache. Es ist auch nicht wichtig, gleich alles nach den Mondlisten auszurichten. Wichtig ist, dass Sie da ansetzen, wo sich schon Mangelerscheinungen zeigen und wo Sie das Gefühl haben, da muss ich unbedingt etwas tun. Ganz egal, ob es nun die Haut betrifft oder Haare, den Garten oder die Renovierung des Hauses. Wenn Sie fühlen, da hätte ich gern eine Veränderung zum Besseren, sollten Sie gezielt auf den Mond achten und das Wissen in Ihren Alltag integrieren. Bestimmte Tätigkeiten müssen Sie ohnehin machen. Zum Beispiel, die Blumen gießen. Sie brauchen also nur auf die entsprechende Mondphase zu achten und zu diesem Zeitpunkt die Blumen gießen. Sie brauchen keine Angst zu haben, den zu verpassen, denn er ist nicht nur auf ein paar Stunden beschränkt, sondern geht über zwei oder drei Tage.
Poppe: Das Schöne an der Arbeit mit dem Mond ist, dass jeder auf eigene Erfahrungen zurückgreifen kann. Nur die Verknüpfung zum Mondstand hat man längst vergessen, aber es ist unterbewusst immer noch da. Ich habe die Erfahrung gemacht, dass mir vieles leichter von der Hand geht. Frauen sind da noch praktischer veranlagt als wir Männer. Deswegen übernehmen sie das Mondwissen ohne nachzufragen, sie brauchen keine wissenschaftlichen Beweise, sondern stellen fest, wenn sie die Fenster nur noch bei abnehmendem Mond putzen, bleiben die länger sauber. Warum also das nicht berücksichtigen?
Paungger: Ich glaube, dass es ein unbewusstes Wissen um diese Dinge bei Frauen gibt. Viele Frauen haben sich völlig natürlich nach dem Mond ausgerichtet, sie müssen nicht ständig in den Kalender schauen, um sich zu vergewissern, dass es auf Neumond oder Vollmond zugeht. Man merkt es beispielsweise beim Essen. An manchen Tagen hat man Lust auf etwas Fettes, weil der Körper es einfach braucht. Wer die Verbindung kennt, weiß dann damit umzugehen.
Poppe: So gesehen, ist der Mondkalender auch keine künstliche Schablone für den Alltag: Das eine passt rein, das andere nicht. Man muss sich nur über die Zusammenhänge klar werden. Denn dieses Bewusstsein ist da und sobald die Harmonie mit dem Mondrhythmus wieder hergestellt wird, kommt das Bedürfnis, sich danach zu richten, ganz von allein. Ich empfinde das als enorme Lebensbereicherung.
Paungger: Sie kennen sicher den Effekt, wenn man abends viel Kaffee oder Vitamin C-haltige Fruchtsäfte getrunken hat, wird es eine unruhige Nacht; ähnlich wirkt Sport. Die Mondgymnastik hingegen harmonisiert den Körper. Vielleicht kann man es mit Yoga vergleichen. Yoga kann anregend und energetisierend wirken, man kann sich aber auch danach hinlegen und entspannen. Yoga kann man sehr gut nach den Mondphasen machen. Das fördert die Durchblutung und damit das Wohlfühlen. Die Wirkung lässt sich noch intensivieren, wenn man Übungen zu einem Zeitpunkt macht, an dem die Tierkreiszeichen besonders günstig dafür stehen. Eine Atemübung im Tierkreiszeichen Fisch wirkt anders, als bestimmte Bewegungen mit Beinen und Füßen. Es schadet natürlich nicht, wenn man diese Übungen in einem anderen Tierkreis macht, aber an einem Fischetag wirken letztere besser, und man kann es tief in sich spüren.
Paungger: Nein. Aber es ist schon so, dass jedes Tierkreiszeichen seine Stärken und Schwächen hat. Angenommen, Sie sind Sternzeichen Krebs, dann spüren Sie Krebstage intensiver. Zum Beispiel dadurch, dass Sie sich dann gern abschotten würden.
Poppe: Die Berechnungen sind universell. Sie gehören zum Handwerkszeug der Astrologen. In den Tabellen für die Planetenkonstellationen, Knoten etc. ist auch eine Spalte, die den Mond betrifft. Und auf diese Spalte bezieht sich der Mondkalender, der unseren Büchern beiliegt. Es ist nicht unser Mondkalender, sondern der Mondkalender, der seit Jahrtausenden nach dem Tierkreis und nicht nach dem Sternbild berechnet wird.
Paungger: Der Kalender, der sich auf das Sternbild bezieht, bringt dann oft alles durcheinander. Deshalb weichen manche Autoren voneinander ab. Das führt unweigerlich dazu, dass jemand sich danach richtet und feststellt, dass sich nichts verändert, und dann sagt, es funktioniert nicht. Was sehr schade ist. Wer abschreibt, sollte es schon richtig machen, damit das alte Wissen nicht in Verruf kommt.
Poppe: Jedem Tierkreiszeichen ist eine Körperregion zugeordnet. Ein Beispiel: Wenn der Mond in den Fischen steht, dann ist die Grundregel, alles was Sie an den zwei oder drei Fischetagen für die Füße tun, wirkt intensiver; etwa eine Reflexzonenmassage oder ein entspannendes Bad. Anders verhält es sich aber bei Eingriffen. Sie dienen primär zwar der Gesundheit, aber bewirken in diesem Moment genau das Gegenteil. Nämlich eine starke Belastung. Schütze wirkt beispielsweise auf den Oberschenkel. Wenn Sie die Oberschenkel an diesem Tagen massieren, haben Sie ein positives Ergebnis. Strengen Sie die Oberschenkel aber durch extremes Bergsteigen kann, bekommen Sie schneller Muskelkater, bei Operationen kann es zu Komplikationen kommen. Das Tierkreiszeichen ist sekundär, dazu kommt dann die Mondphase als stärkeres Element. Wenn Sie eine Fußoperation haben und das an einem Fischetag bei abnehmendem Mond machen, dann hebt der abnehmende Mond die Belastung durch den Tierkreis fast auf. Das gilt natürlich nur für die Eingriffe, die man zeitlich planen kann, zum Beispiel Termine beim Zahnarzt. Dabei muss man den Zahnarzt noch nicht einmal in seine Überlegungen zur Mondphase einweihen. Man kann sagen, ich kann an diesen Tagen, an anderen eben nicht. So spart man sich Diskussionen zum Thema Mond. Notfälle sind natürlich davon ausgenommen!