Mittelalter, Geister und Natur

Mittelalter, Geister und Natur

Seit elf Jahren stehen Blackmore’s Night für eine gelungene Mischung aus Renaissance-Musik und Folk. Auf ihrem neuen Album Secret Voyage geben Candice Night und der ehemalige Deep Purple Gitarrist Richie Blackmore noch einen Spritzer Pop hinzu. Mit VISIONEN plauderte das Paar darüber, welche Rolle Spiritualität in ihrer Musik spielt.

Euer neues Album heißt Secret Voyage. Gibt es eine Message, die mit dem Titel verbunden ist?

CANDICE: Ich dachte, der Titel Secret Voyage würde am besten beschreiben, was wir mit unserer Musik aussagen wollen. Wir versuchen unseren ganz eigenen Weg zu gehen. Musik ist für uns eine Art Vehikel, das es uns ermöglicht, aus dem Stress und Druck, dem wir täglich ausgesetzt sind, auszubrechen.

Candice, die meisten Texte stammen aus deiner Feder. Was bedeutet das Schreiben für dich?

CANDICE: Es ist ein erstaunliches Ventil. Immer wenn ich Gefühle wie Ärger, Frustration, Verlust, Verwirrung oder ähnliches empfinde, kann ich meine Gedanken zu Papier bringen und mir so Klarheit verschaffen. In dem Moment, da man etwas niedergeschrieben hat, kann man es auch loslassen.

Was inspiriert dich?

CANDICE: Es gibt so viele verschiedene Wege, wie die Ideen zu mir kommen.
RICHIE: Candy ist eine heimliche Dichterin.
CANDICE: Richie meint die unzähligen Notizbücher, die ich voll schreibe und die niemand lesen darf. Meine Songs sind sehr naturnah. Ich muss nur in meinen Garten gehen und sehe diese vielen verschiedenen Bilder, die Vögel in den Bäumen, die Wolken am Himmel. All das gibt mir die Grundlage zu neuen Geschichten. Eine weitere Quelle sind Märchen, Sagen oder Mythen. Ich glaube es ist etwas von allem. Visuelles, Gerüche, Geräusche oder Gefühle, die ich draußen in der Natur habe. Es ist für mich eine große Herausforderung, mich hinzusetzen und die Texte zu den Melodien zu schreiben, die Richie mir vorspielt. Viele von ihnen sind allein schon so stark, dass ich manchmal nur die Augen schließen muss und schon tauchen Bilder vor meinem inneren Auge auf. Es ist so, als würde der Song sagen, „Hey – ich will so und nicht anders klingen“ (lacht). Meine Aufgabe ist es dann nur noch, dem Lied seine Identität zu geben, indem ich Charaktere kreiere und die Geschichte auch für andere erfahrbar mache.

Wir hoffen, Sie finden diese Vorschau auf den Artikel aus dem Magazin VISIONEN interessant!
Es würde uns sehr freuen, Sie als neuen Abonnenten des Magazins begrüßen zu dürfen.

eZ Publish™ copyright © 1999-2008 eZ Systems AS