Wir befinden uns im Jahr des 200. Geburtstages des Naturforschers Charles Robert Darwin. Anlass genug, das Thema Evolutionstheorie und Schöpfungsgeschichten näher zu betrachten. Dies geschieht nicht nur in naturwissenschaftlichen Magazinen und Foren, sondern in sämtlichen Medien und so gut wie jeder Tageszeitung. Dabei kommt es häufig zur Gegenüberstellung der beiden unterschiedlichen Entstehungstheorien:
a) Evolutionslehre nach Charles Darwin (Darwinismus; naturwissenschaftlich-materialistische Betrachtung)
b) Religiös dogmatische Schöpfungstheorie (Kreationismus; Betrachtung im Sinne einer Glaubenslehre)
In Diskussionsrunden werden dann sowohl naturwissenschaftliche, als auch religiöse Argumente vorgetragen und ausgetauscht. In der Regel wird dabei schnell ersichtlich, dass sich die Ansichten der Kreationisten und die der Darwinisten bereits im Ansatz zu sehr widersprechen, um zu einer irgendwie gearteten Übereinstimmung finden zu können.
Kreationisten: Schöpfung wurde innerhalb von 7 Tagen erschaffen – als vollständig fertiges und belebtes materielles Universum.
Darwinisten: Schöpfung erfolgt nicht im Sinne eines kurzzeitig erschaffenen Ergebnisses, sondern bedarf einer Abfolge, einer Entwicklung von Gegebenheiten. Was die Erschaffung von Leben betrifft, so postulieren die Vertreter des Darwinismus, dass Leben im Sinne eines zufällig entstandenen Produkts aus den chemischen Funktionen von anorganischer Materie hervorgegangen ist.
Beide Theorien, sowohl der Darwinismus, wie auch der Kreationismus, beinhalten eine Reihe von sowohl naturwissenschaftlichen, als auch geisteswissenschaftlichen Ungereimtheiten und Widersprüchen, auf die ich an dieser Stelle nicht näher eingehe. Mir geht es hier zunächst darum, auf systematische Missverständnisse aufmerksam zu machen, die bei der Gegenüberstellung der o.g. Entstehungstheorien regelmäßig übersehen werden. Sodann komme ich auf eine weitere Entstehungstheorie zu sprechen – das Modell der Involution. Doch zunächst einige Hinweise zu den Büchern Mose.
Die fünf Bücher Mose, so man die verborgenen Wort- und Sinnbedeutungen entschlüsselt liest, erweisen sich als höchst wissenschaftlicher und sehr präziser Text. Es handelt sich in erster Linie um einen spirituellen Text, nicht um einen biologischphysikalischen.
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