DIE INNERE TRANSZENDENZ ERKENNEN

DIE INNERE TRANSZENDENZ ERKENNEN

Eckhart Tolle spricht über ein neues Bewusstsein

Er ist wohl der bekannteste westliche spirituelle Lehrer unserer Zeit. Eckhart Tolle, in Deutschland aufgewachsen, bringt auf seine einzigartig klare und humorvolle Art in Erinnerung, was jeder im Innersten spürt: Wir sind nicht diese begrenzte Person, sondern eins mit dem grenzenlosen Sein. Christian Salvesen schildert seine Eindrücke und bringt Ausschnitte aus dem Vortrag von Eckhart Tolle im Oktober 2010 in Karlsruhe.

In der großen Festhalle im Karlsruher Kongresszentrum wimmelt es bereits drei Stunden vor Eckhart Tolles Vortrag von Menschen. Sie stehen an Ständen an, um sich mit Kaffee, Tee und belegten Brötchen zu versorgen oder wandern durch den Bereich der Aussteller, die Bücher, Kleidung, Meditationshilfen und anderes anbieten. Der Multiinstrumentalist und Sänger Devakant stimmt vor einem gut halbbesetztem Saal mit seiner Musik, die an spirituelle Traditionen der Erde anknüpft, in das Gegenwartsbewusstsein ein, von dem Eckhart Tolle sprechen wird. Vor dem seit zwei Jahren erwarteten Deutschlandauftritt des eigentlichen Stars dieses Abends überreicht Joachim Kamphausen, Verleger des Bestsellers „Jetzt“, Preise an zwei Frauen, die ihre Erfahrungen mit der Lektüre des Buches in Essays fassten. In zwei Tagen wird in Hannover bei einer ähnlichen Veranstaltung der 3. Preis vergeben. Danach spricht das Bestsellerautorenpaar Eva-Maria und Wolfram Zurhorst von seiner Begeisterung für Eckhart Tolle und wie sie seine Botschaft in ihr Leben integrieren.

Doch das nun auf über 3000 Menschen angewachsene Publikum möchte keine weiteren Geschichten mehr hören, und der lang Erwartete betritt die Bühne, gut sichtbar auf der Leinwand. Mit seinem zeitlos jungen Gesicht begrüßt er die Menschen mit dem stillen indischen Gruß des Namasté. Und er beginnt zu sprechen, vorsichtig, als wolle er den Mikrofonsound checken. Ich gebe hier einen kleinen Teil des insgesamt 90 minütigen Vortrags (fast) wörtlich wider, manches ist sinngemäß zusammengefasst. Das große Publikum klatschte immer wieder begeistert Beifall bei bestimmten Aussagen und auch bei typischen Gesten und Gesichtsausdrücken von Eckhart, die keinesfalls dramatisch, eher ganz subtil sind, aber doch einen fast clownartigen Ausdruck der tragikomischen Existenz bieten.

Ohne Transzendenz ist der Mensch ein konditioniertes Phänomen. Eckhart Tolle

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