Das Denken mit dem Herzen entwickeln

Das Denken mit dem Herzen entwickeln

Die Ausbildung des Herzchakras nach der Lehre Rudolf Steiners

Rudolf Steiner, Begründer der Anthroposophie, hat von Anfang an die Notwendigkeit erkannt, den „Geistesschüler auf den Weg der Entwicklung zu bringen“, und dafür eine große Anzahl von Meditationsübungen beschrieben.

Wir wissen heute, dass eine harmonische Ausbildung der Chakras eine wichtige Voraussetzung für Gesundheit darstellt. Zu oft sind bei uns durch Stress oder Ärger Stauungen in diesen „Energiezentren“ des Körpers entstanden. Der störungsfreie Energiefluss in diesen Organen wird von verschiedensten Heilern und Therapeuten wiederhergestellt, um uns Harmonie und Gesundheit zurückzugeben. Darüber hinaus haben zahlreiche spirituelle Lehrer zu allen Zeiten auf die Wichtigkeit der Entwicklung dieser Organe hingewiesen. In den Jahren 1904/05 schrieb Rudolf Steiner in seinem Schulungsbuch „Wie erlangt man Erkenntnisse höherer Welten?“ über die Ausbildung des Herzchakras. Da sich seine Darstellungen in einigen Punkten von der traditionellen indischen Lehre unterscheiden, sollen hier die wichtigsten Aspekte zusammengefasst werden.

Die vier “Körper“ oder “Leiber“

Um die Ausführungen richtig einordnen zu können, seien kurz die vier Leiber (Abb. 1) erwähnt, die der Eingeweihte am Menschen beobachten kann:

  1. der „physische Leib“ des Menschen, der als einziger mit den Augen wahrnehmbar ist;
  2. daran anschließend der „ätherische Leib“. Dieser auch „Ätherleib“ genannte „Körper“ durchzieht den physischen Leib des Menschen und ist beim heutigen Menschen meist deckungsgleich mit dem ersten. Bei höherer Ausbildung der Chakras werden diese später auch im Ätherleib des Menschen sichtbar.
  3. der „Seelenleib“, auch „Astralleib“ genannt. Dieser Leib des Menschen ist noch örtlich lokalisierbar und wird in der „Aura“ des Menschen wahrgenommen. Hier setzt die Arbeit mit den Chakras an. Zunächst werden die Chakras im Seelenleib wahrgenommen, später können sie auch im Ätherleib wahrgenommen werden.
  4. Außerdem kann noch das „Ich“ des Menschen (Ich-Leib) geschaut werden. Dieser ewige Wesenskern des Menschen ist örtlich nicht mehr lokalisierbar. (Eine genaue Beschreibung der so genannten Wesensglieder des Menschen befindet sich in dem Buch „Theosophie“ von Rudolf Steiner. Fragen und/oder Anmerkungen können auch an den Verfasser des Artikels gerichtet werden.)

„Das erste, was der Geheimschüler beobachtet, ist die Regelung seines Gedankenlaufes, die Gedankenkontrolle.“

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