Durch und durch lebendig

Durch und durch lebendig

Jesus von Nazareth – Botschafter des Lebens

Kaum ein Name ist bekannter – und kaum jemand wurde häufiger missverstanden als Jesus von Nazareth. Der Musiker und Philosoph Jom Ahawa beleuchtet seine Botschaft von Freiheit, Menschlichkeit und der glücklichen Fülle des Lebens.

Manchmal blüht uns das Leben in allen Farben, strahlend und voll Jubel. Dann wieder versteckt es seine Lebendigkeit hinter einer Maske und alles wirkt wie tot. Oder sind wir es, die ihm die Maske überziehen? Sehen wir vielleicht nur das Bild, das wir schon fertig im Kopf haben? Das Wirkliche schaut nur, wer selbst lebendig bleibt.

Jesus von Nazareth – ganz ohne Systeme

Jesus von Nazareth ist das beste Beispiel für jemanden, über den viele sich ihr Bild gemacht haben. Wir nennen ihn „Christus“, sprechen vom „christlichen Glauben“, von der „christlichen Kirche“, vom „christlichen Abendland“ und richten sogar unsere Zeitrechnung nach seiner Geburt. Kaum ein Name ist bekannter – und kaum jemand wurde häufiger missverstanden.

Oft werden Jesus und die christliche Kirche in eins geworfen – dabei war Jesus lange vor der Kirche da. Diese beruft sich zwar auf ihn, aber Jesus selbst ist es nie um Institutionen gegangen. Das haben schon viele seiner Zeitgenossen nicht verstanden.

Jesus hat nie einem Berufs-Christentum den Weg ebnen wollen. Wer wurde häufiger von ihm kritisiert als die Berufs- Priester und –Theologen? Er suchte keine Funktionäre, sondern das Menschliche, die Seele im Menschen. Gesellschaftliche Hierarchien und Eliten stellte er von Grund auf in Frage: zu oft sah er Rang und Einfluss dazu missbraucht, andere Menschen zu gängeln, auszunutzen oder zu tyrannisieren.

Jesus wusste, dass echte Begegnung und zwischenmenschliche Harmonie nur dort möglich sind, wo keiner den anderen instrumentalisiert, manipuliert oder in Abhängigkeit hält. Er warnte vor den „Wölfen im Schafspelz“ – allen, die hinter Masken der Frömmigkeit oder der Volksnähe ihrem Elite-Egoismus frönen. Wo immer er derlei Missbrauch bemerkte, versuchte er ihn zu stoppen. Den Gedemütigten sprach er neue Selbstachtung und Würde zu, den Unterdrückern hielt er den Spiegel vor.

Jesus wusste, dass Menschlichkeit nur aus dem Herzen kommen kann – aus Herzen, die frei sind, zu leben, spontan und unmittelbar.

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