Einssein ist jetzt da – für niemand

Einssein ist jetzt da – für niemand

Advaita einst und heute

In den vergangenen 15 Jahren ist Advaita unter Insidern zum Inbegriff einer spirituellen Revolution geworden. Kein Ich, kein Lehrer, kein Schüler, keine spirituelle Übung. Christian Salvesen gibt einen Überblick über diese Tradition bis heute.

Die indische Tradition
Shankara (788-820)

Das Sanskritwort a-dvaita bedeutet schlicht „nicht-zwei“. Aus den indischen Veden destillierte Shankara die Philosophie des Advaita Vedanta, die bis heute in Indien hoch geachtet ist. Der Grundgedanke: Brahman, das gestaltlose Urprinzip, ist nicht getrennt von mir und der Welt. Das sagen im Kern viele spirituelle Traditionen und Religionen. Sie fügen allerdings hinzu, dass wir uns vollkommen hingeben oder enorm üben müssen, um der Erkenntnis, mit Gott und allem eins zu sein, überhaupt näher zu kommen.

„Es gibt kein Erreichen des Selbst. Sie sind das Selbst. Sie sind bereits Das.“ (Ramana Maharshi)

Shankara setzt auf Intelligenz, auf das Vermögen der Unterscheidung und auf spontane Einsicht. Unermüdlich führt er das Beispiel vom Seil an, das als Schlange gesehen wird. Jemand kommt in ...

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