Martinus-Reihe Teil 2: Der dänische Weisheitslehrer Martinus (1890-1981) hat in seiner Kosmologie die Strukturprinzipien und die dynamischen Gesetze des Lebens in großem Detail erläutert. Die kosmischen Analysen des „Dritten Testaments“ von Martinus stellen ein logisch zusammenhängendes Weltbild, d.h. letztendlich eine Wissenschaft dar, die das Leben und dessen Gesetze aus der Ewigkeits- und Unendlichkeitsperspektive betrachtet und erklärt. Sollte man den Analysen von Martinus Glauben schenken? Nein, unbedingt nein. Martinus weist selbst in seinen Vorträgen darauf hin, dass man ihm nicht glauben solle, sondern sich soweit wie möglich selbst von den Analysen und deren Logik überzeugen sollte.
Dies ist durch eigene Erfahrungen und Erlebnisse bis zu einem gewissen Grad der heutigen Menschheit möglich. Martinus richtet sich nicht an gläubige Anhänger, sondern an selbständige unabhängige Geistesforscher, die die Gesetze des Lebens selbst studieren wollen.
In den folgenden Punkten werden einige der Analysen in Bezug auf das „Lebende“ selbst und seine ewige kosmische Struktur in sehr konzentrierter Form zusammengefasst.
Strukturen und Prinzipien des Kosmos:
Alles, was überhaupt existiert, sowie das für die Sinne zugängliche Weltall ist ein lebender, arbeitender Organismus. Alles besteht aus Lebewesen.
Durch diesen Organismus werden logische Schöpfungs- und Erlebnisprozesse ausgelöst, die es zur Tatsache machen, dass „etwas Lebendes, Denkendes und Willenführendes“ hinter diesen Prozessen als deren Urheber existiert.
Der Urheber dieses gigantischen Organismus umfasst alles. Alle den Sinnesorganen zugänglichen Teile des Weltalls bestehen aus Bewegung. Bewegung ist Verwandlung; Verwandlung ist Schöpfung; Schöpfung ist Kraftentfaltung; Kraftentfaltung ist Willensführung, ausgelöst durch Begehren; Begehrensauslösung ist Gedankenmanifestation; Gedankenmanifestation ist eine Bewusstseinsfunktion; Bewusstseinsfunktion ist ein Ausdruck von Leben; durch Lebensausdruck ist das Leben des Wesens zu erkennen.
Alle existierenden lebenden Wesen ohne Ausnahme sind mit ihrem Organismus und Bewusstsein Erlebnisorgane dieser Gottheit.
- Das Lebenseinheits-Prinzip zeigt, dass jeder Organismus Universum, Wohnung oder Lebensraum für Mikrowesen ist und gleichzeitig Teil eines Makrowesens ist. Alle Organismen sind miteinander organisch verbunden als Mikrowesen, Zwischenwesen und Makrowesen. Zwischenwesen bedeutet für uns z.Zt. Pflanzen, Tiere und Menschen.
- Alle Lebewesen bestehen aus einem dreieinigen Prinzip und dem ewigen „Etwas, das ist“, das Martinus als X1 bezeichnete, mit einer Schöpfungsfähigkeit X2 und dem Erschaffenen X3. Alles, was als zeit- und raumdimensionale Erscheinung im Weltall existiert, ist mit Hilfe der genannten Schöpfungsfähigkeit X2 ausgehend von dem ICH (X1) hervorgebracht worden. Jedes beliebige Lebewesen besteht immer aus diesen 3 Prinzipien: dem ICH X1, dem Schöpfungsvermögen X2 und dem Erschaffenen X3. So ist dasselbe ewige erlebende und schöpferische ICH, das in der Gottheit ist, auch als sein ICH in jedem Lebewesen. Dadurch ist das lebende Wesen unsterblich oder ewig.
- Das Kontrastprinzip erklärt, dass Finsternis und Licht sowohl mental als auch physisch absolute lebensbedingende Kontraste für die Schöpfung und Erhaltung des ewigen Lebenserlebens sind. Die zwei Kontraste werden deshalb als das unangenehme Gute und das angenehme Gute beschrieben.
- Alle existierenden Funktionen, Bewegungen, Schöpfungen und Erlebnisse werden durch das Spiralprinzip gefördert.
- Der Spiralkreislauf manifestiert sich in sechs Daseinsebenen oder Reichen als „Pflanzenreich“ (rot), „Tierreich“ (orange), „Wahres Menschenreich“ (gelb), „Weisheitsreich“ (grün), „Göttliche Welt“ (blau) und „Seligkeitsreich“ (indigo).
- Diese Reiche werden von den entsprechenden 6 Grundenergien getragen: „Instinkt“ (rot), „Schwere“ (orange), „Gefühl“ (gelb), „Intelligenz“ (grün), „Intuition“ (blau) und „Gedächtnis“ (indigo). Die Wirkungsweise dieser Energien wird von einer siebten Grundenergie, der „Mutterenergie“ (violet), durch zwei Polorgane des „höchsten Feuers“ reguliert: den maskulinen Pol und den femininen Pol.
- Das Polprinzip erklärt die ...
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