Mitgefühl – das Herz des Dharma

Mitgefühl – das Herz des Dharma

Egoismus in Altruismus verwandeln

Die Entwicklung von wahrem, unbegrenztem Mitgefühl steht neben dem Erlangen reiner Weisheit im Mittelpunkt der buddhistischen Lehre und Praxis. In dieser Unterweisung erklärt der tibetische Meditationsmeister Gendün Rinpoche, wie die Grundlagen des Mitgefühls geschaffen und gefestigt werden können.

Das Herz aller spirituellen Praxis ist der Wunsch, unbegrenzte Liebe und unbegrenztes Mitgefühl zu entwickeln. Unbegrenzte Liebe ist der tiefe Wunsch, dass alle Wesen Glück und die Ursachen des Glücks erfahren mögen. Dieser Wunsch motiviert dann alle unsere Handlungen, Worte und Gedanken. Unbegrenztes Mitgefühl wird aus der Erkenntnis geboren, dass alle Wesen leiden. Es ist der tiefe Wunsch, dass alle Wesen frei von Leid sein mögen und dass sie verstehen, was Leid verursacht, damit sie sich daraus befreien können. Auf diesem Wunsch, dem Ausdruck großen Mitgefühls, gründen alle unsere Handlungen.

Wenn wir diese beiden Wünsche im Geist tragen, werden wir alles tun, um die Wesen, soweit es uns irgendwie möglich ist, von Leid zu befreien – alle Wesen ohne Ausnahme, ohne Unterscheidung. Selbst wenn Schwierigkeiten auftauchen, werden wir weiterhin unsere Energie von Körper, Rede und Geist dem Wohl der Wesen widmen, damit sie die letztendliche Befreiung erfahren.

Für altruistische Handlungen brauchen wir das echte, tiefe Bewusstsein des Leides anderer.

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