Vertrauen schafft Vertrauen

Vertrauen schafft Vertrauen

Eine weise Entscheidung

„Irgendwann bemerkte der Besitzer einer Firma, dass zwei langjährige Angestellte laufend Ware aus dem Lager entwendeten. Was sollte er tun? Lange überlegte er, wel cher Weg für die Übeltäter und für die Firma der beste wäre. Schließlich entschied er sich, ihnen eine ungewöhnliche Chance zu geben.“

Eine bittere Enttäuschung. Irgendwann bemerkte der Besitzer einer Firma, dass aus dem Lager stetig Ware verschwand. Zwar war der ange richtete Schaden gering, doch konnte er es nicht einfach auf sich beruhen lassen. Als umsichtiger Firmenchef hielt er sich viel darauf zugute, dass seine Angestellten mit ih ren Arbeitsbedingungen zufrieden waren. Noch nie hatte es bislang Probleme mit Diebstahl gegeben. Wie war es nun dazu gekommen? Er war sehr beunruhigt. Vorsichtig stellte er einige Nachforschungen an und entdeckte bald, dass es zwei seiner ältesten Mitarbeiter waren, die das Material entwendeten.

Im ersten Moment überkam ihn große Wut. Dass es gerade diese beiden waren, die ihn hintergingen! Es han delte sich um zwei Angestellte, die schon seit vielen Jahren bei ihm waren und die er ganz besonders schätzte. Wie er wusste, stammten beide aus äußerst schwie rigen Verhältnissen und hatten mit großen finanziellen Schwierigkeiten zu kämpfen. Dennoch hatte er niemals davon gehört, dass sich einer von ihnen über seine Lage beklagt hätte. Vielmehr schienen sie immer aufrichtig und mit großem Einsatz für die Firma zu arbeiten. Dass er sich so in ihnen getäuscht hatte!

„Vergiss niemals, dass du deinen Ursprung in dir trägst. Dein wahres Selbst kann alle Probleme lösen. Überlasse sie alle ihm.“

Es dauerte eine ganze Weile, bis sich sein Zorn und das bittere Gefühl der Enttäuschung so weit in ihm be ruhigt hatten, dass er noch einmal in Ruhe über alles nachdenken konnte. Bemüht, sich nicht zu sehr von sei nen Gefühlen beeinflussen zu lassen, versuchte er, die Si tuation klar zu betrachten. Dabei musste er sich spirituelle geschichte einge stehen, dass die gestohlene Menge nur gering war. Und abgesehen von dieser unerfreulichen Geschichte hatte er am Verhalten der beiden Mitarbeiter nichts auszusetzen. Im Gegenteil: Sie hatten ansonsten wirklich hart für die Firma gearbeitet. Vermutlich, so überlegte er, befanden sie sich momentan in einer schwierigen privaten Situa tion. Wie aber sollte er nun mit dem Problem umgehen? Was sollte, was konnte er tun? Lange überlegte er, wel cher Weg sowohl für die beiden Angestellten als auch für die Firma der beste wäre. Schließlich entschied er sich, ihnen nochmals eine Chance zu geben.

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