Wer ist mein idealer Seelenpartner?

Wer ist mein idealer Seelenpartner?

Spirituelle „Partnervermitt lung“ und Partnerschaft

„Ehen werden im Himmel geschlossen“, sagt man. Aber was bedeutet das? Gibt es für jeden Menschen den passenden Seelenpartner? Und falls ja, wie kommt man mit ihm zusammen? Und wie fühlt es sich an, mit Mr. oder Mrs. Right verheiratet zu sein?

FRAGE: Wie soll jemand wissen, ob der Partner, den er geheiratet hat, wirklich der richtige für ihn ist?

ANTWORT: Was uns vorherbestimmt ist, ergibt sich mit schick salhafter Unausweichlichkeit, denn wir können uns den karmischen Rückwir kungen unserer Handlungen aus früheren Lebensläufen nicht ent ziehen. Wenn Sie also schon geheiratet haben, dann geschah dies in Übereinstimmung mit Ihrem von Gott gefügten Schicksal.

Aber dies ist nicht das einzige Kriterium: Wenn Sie im Innern spirituell fortgeschritten sind, werden Sie von innen her geführt und können in Bezug auf den Partner, den Gott für Sie ausgewählt hat, eine Offenbarung empfangen. Sie können dann beim Meditieren im Innern erfahren, wer der richtige Lebenspartner für Sie ist, den Sie heiraten sollten.

Anders herum funktioniert es allerdings nicht: sich gezielt mit dieser Frage zur Meditation zu setzen, um den richtigen Lebenspartner heraus zu finden. Dann steht dieser Gedanke nämlich der Meditation im Wege, denn auf diese Weise kann Ihr denkendes Gemüt nicht zur Ruhe kommen – und das ist gerade die Grundvoraussetzung für jede Art von Me ditation. Darum können Sie eine entsprechende Führung in der Me ditation nur empfangen, und das geht nur, wenn Sie die Meditation um ihrer selbst willen üben und dieses Problem – genau wie alle anderen Lebens-Probleme auch – der Gottes kraft im Innern überlassen.

Wenn Gott es wünscht, wird er Ihnen die Lösung von selbst zum rechten Zeitpunkt offenbaren. Er wird dies aber nur dann tun, wenn er weiß, dass Sie ohne eine solche innere Führung Ihrer Sache nicht sicher sein können und dieser Gedanke Ihren spirituellen Fortschritt so sehr behindert, dass Sie keine Zufriedenheit in Ihrem Leben finden können.

Gott fügt zwei Menschen zu einem Leben zusammen, weil ihr Schicksal eine Reihe von Gemeinsamkeiten auf weist.

FRAGE: Es heißt, dass Ehen im Himmel geschlossen werden. Werden spirituelle Ehepartner auf jeden Fall zusammen glücklich?

ANTWORT: Nein, dieser Satz drückt nur aus, dass Gott die beiden Ehepartner zusammenführt, die er aufgrund ihrer früheren Karmas füreinander bestimmt hat. Die Mei ster behaupten nie, die Ehe sei der Himmel auf Erden, sondern eben nur, sie sei im Himmel gestiftet. Sie ist also grundsätzlich keine Ga rantie für ein glückliches Zusammenleben.

FRAGE: Und nach welchen Kriterien geht geht Gott dabei vor? Schließlich sieht es nicht immer so aus, als ob er in Gott in dieser Angelegenheit Gerechtigkeit walten ließe. Denn warum gibt Gott dem einen Mann eine ganz furchtbare Frau und dem anderen eine ganz wunderbare?

ANTWORT: Das ist eine gute Frage, denn tatsächlich könnten beide sagen, sie hätten ihre Lebensgefährtin nicht verdient... Der einzige Grund dafür, dass zwei Partner von Gott zusammengeführt werden, um ihr Leben miteinander zu teilen, sind ihre Karmas aus früheren Lebensläufen. Es ist kein Zufall, dass wir einem Menschen begegnen, mit dem wir beschließen, die Ehe einzugehen. Auch dieser Entschluss ist das Ergebnis un serer früheren Karmas, auch wenn er auf uns wie unsere freie Entscheidung wirkt.

Gott fügt zwei Menschen zu einem Leben zusammen, weil ihr Schicksal eine Reihe von Gemeinsamkeiten auf weist, damit sie dieses Schicksal teilen: indem sie es zusammen genießen können oder aber erleiden müssen – je nachdem, wie der Fall gerade liegt. Paare können auch überwiegend aufgrund ihres schlechten Karmas zusammengeführt werden, aber auch hier ist der Grund für die Ehe der gleiche wie bei den glücklichen Paaren: nämlich die Tatsache, dass sie miteinander die Rück wirkungen früherer Karmas abzutragen haben, sei es, indem sie miteinander streiten oder harmonisch zusammenleben.

FRAGE: Und wie wirkt sich das Wissen, von Gott zusammengeführt worden zu sein, im spirituellen Sinne auf die Eheleute und ihr Zusammenleben aus?

ANTWORT: Wenn zum Beispiel ein spiritueller Mann von Gott mit einer ebenfalls spirituell veranlagten Frau gesegnet wird, dann werden beide in Liebe und Harmonie zusammenleben.

FRAGE: Und was ist, wenn einer der Partner spirituell noch nicht so reif ist wie der andere?

ANTWORT: Gott führt die Paare so zusammen, dass sie sich durch ähnliche Neigungen und Interessen ergänzen. Dies gilt auch in spiritueller Hinsicht, selbst wenn die Sehnsucht nach Gott bei einem der Partner wesentlich gerin ger ist als bei dem anderen. In diesem nicht seltenen Falle lässt die Harmonie zwischen den Partnern natürlich zu wünschen übrig, solange der eine seine spirituellen Neigungen noch nicht ausreichend entwickelt hat. Dann ist es ihm be stimmt, sie durch das Zusammenleben mit seinem spirituell fortgeschrittenerem Ehepartner zu entfalten.

Angenommen, die Ehefrau ist sehr spirituell eingestellt, ihr Mann jedoch nicht. Dennoch ergänzen sie sich insofern, als der Mann durch sie Gelegenheit erhält, den inneren Pfad zu Gott zu finden. Das setzt allerdings voraus, dass er auf Grund seines guten Karmas be reits für den spirituellen Pfad vorgesehen ist. In diesem Fall übernimmt die Frau in den spirituel len Dingen die Führung.

Je aufrichtiger der spirituell fortgeschrittenere Ehepartner sich dem inneren Weg zu Gott widmet, desto mehr wird sich die Gnade Gottes auf seine ganze Familie ausdehnen. Auf diese Weise ziehen beide aus ihrer Partnerschaft spirituellen Gewinn.

FRAGE: Wie zeigt sich es sich im konkreten Einzelfall, wenn der spirituell entwickelte Partner die Führung übernimmt?

ANTWORT: Dazu gibt es ein Beispiel aus meinem Erfahrungsbereich. Ein Be kannter von mir arbeitete früher als Ingenieur. Eines Ta ges bat ihn jemand um einen „Gefallen“ und bot ihm zwei- oder dreitausend Rupien als Bestechungsgeld dafür an. Der Mann verdiente nur dreihundert Rupien im Monat, und so stell te der angebotene Betrag eine gewaltige Summe dar. Mein Bekannter war sich aber nicht sicher, wie er sich verhalten sollte. Als er jedoch seiner Frau davon erzählte, sagte sie: „Willst du dieses Geld etwa annehmen? Wir sollten von dem leben, was Gott uns durch unsere ehrliche Arbeit gibt.“

Diese Worte hatten eine solch starke Wirkung auf meinen Bekannten, dass er daraufhin ohne Schwierigkeit das angebotene Geld zu rückweisen konnte. Nach dieser Erfahrung machte er es sich zum Prinzip, nur von dem Geld zu leben, das er mit seiner eigenen Hände Arbeit ehrlich verdient hatte.

Das Entscheidende an dieser Geschichte ist, dass der Mann nicht aus eigenem Antrieb zu diesem Entschluss kam, sondern erst durch den spirituell fundierten Rat seiner Frau. Sein Beispiel macht deutlich, wie hilfreich die Ehepartner in spiritueller Hinsicht füreinander sein können, wenn sie im Wesentlichen dieselbe Einstellung teilen.

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