Rene Margritte: Dies ist keine Pfeife
Von Geburt an sind wir einer verbalen Sturmflut ausgesetzt, und bereits in früher Kindheit lernen wir, dass jeder Gegenstand einen Namen hat. Wir prägen uns diese Worte und ihre Bedeutungen ein. In der Schule kommen neue Worte hinzu, bisher unbekannte wie Algebra oder Französische Revolution, und auch deren Bedeutung erarbeiten wir uns. Schließlich begegnen uns im Erwachsensein noch einmal völlig neue Worte: Erleuchtung, Ichlosigkeit, Bewusstsein…
Wieder bemühen wir uns darum zu verstehen, was gemeint ist, diskutieren mit Gleichgesinnten darüber, lesen Bücher, hören Vorträge. Wir vergleichen die unterschiedlichen Aussagen, bis wir sicher sind, die Bedeutung auch dieser Worte entschlüsselt zu haben. Dann versuchen wir, sie in unser Leben zu integrieren, ihren Inhalt in unserem Alltag zu verwirklichen.
Aber wie integriert man Ichlosigkeit, wie verwirklicht man Bewusstsein?
In Worten und Gedanken steckt die Wahrheit nicht – wie auch kein Elefant in dem Wort „Elefant“ steckt. Felix Gronau
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