Gott beauftragte das Volk der Juden, ein “Licht für die Völker“ zu sein. Das Judentum erwartet jedoch nicht, dass alle Menschen Juden werden, doch hofft es, dass die ganze Welt eines Tages die Alleinherrschaft des Einen Gottes anerkennen wird.
Mit etwa 13 Millionen Anhängern ist das Judentum heute die kleinste Welt religion. Sein Einfluss und seine geographische Verteilung verhalten sich je doch umgekehrt proportional zu seiner Größe. Seine Ursprünge liegen in der Staatsreligion des antiken Königreiches Judäa, das im Jahr 586 u. Z. zu Ende ging. Die überlebenden Judäer sahen sich vor der Her ausforderung, ihre nationale Religion an die Situation einer Gemeinde, die von Ägypten bis nach Mesopotamien verstreut war, anzupassen. Ihr Erfolg zeigt sich sowohl in der Entwicklung des Judentums selbst als auch im star ken Einfluss des Judentums auf zwei andere große Religionen: das Chri stentum und den Islam.
Als Religion weist das Judentum drei wesentliche Elemente auf: Gott, Tora und Israel. Als vermutlich älteste monotheistische Religion glaubt das Judentum an einen universalen und ewigen Gott, den Schöpfer und Herr scher über alles. Gott trat in ein besonderes Bündnis mit einem Volk, den Ju den oder Israel, und beauftragte es, ein „Licht für die Völker“ (Jesaja 49,6) zu sein. Das Judentum erwartet nicht, dass alle Menschen Juden werden, doch hofft es, dass die ganze Welt eines Tages die Alleinherrschaft des einen Gottes anerkennen wird.
CARL S. EHRLICH
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