Das andere Geschlecht

Das andere Geschlecht

Simone de Beauvoir zum 100. Geburtstag

Sie gilt als Vordenkerin der Frauenbewegung und als Mitbegründerin des Existentialismus. Am 9. Januar wäre Simone de Beauvoir 100 Jahre alt geworden. VISIONEN würdigt hiermit eine Frau, die ihre Visionen gelebt hat und heute mehr denn je als Vorbild dienen kann.

Ein kompromissloses Leben

„Meine Güte, wie hässlich du bist!“ Dieser Satz des bewunderten Vaters ändert das Leben und die Sichtweise der Zwölfjährigen schlagartig. Fortan will Simone durch ihren Verstand glänzen, will sich lösen vom Zwang, als Frau durch äußere Schönheit begehrenswert erscheinen zu müssen. Aufgewachsen in einem großbürgerlichen Elternhaus in Paris - die Mutter streng katholisch, der Vater Atheist – konzentriert sie sich ganz auf die Aneignung von Wissen. Mit 17 beginnt sie ein Studium der Literatur und Mathematik, mit 18 studiert sie Philosophie an der berühmten Universität der Sorbonne. Dort lernt sie Jean-Paul Sartre kennen und lieben. Die beiden werden ein ungewöhnliches, für etliche Gleichgesinnte vorbildliches Liebespaar. Jeder darf frei sexuell mit anderen Partnern verkehren. Zugleich vertieft sich die Freundschaft ein Leben lang.

„Man wird nicht als Frau geboren, man wird es.“ Simone de Beuavoir

Simone de Beauvoir wird meist in Verbindung mit Sartre genannt. Mit ihm vertritt sie zunächst die Philosophie des Existentialismus, später einen kommunistischen Weg. von dem sich allerdings beide schließlich wieder distanzieren, nachdem sie auf ihren gemeinsamen Reisen durch die Sowjetunion vergeblich nach einem „realen Sozialismus“ gesucht hatten. Doch die Frau, die als eine ...

Wir hoffen, Sie finden diese Vorschau auf den Artikel aus dem Magazin VISIONEN interessant!
Es würde uns sehr freuen, Sie als neuen Abonnenten des Magazins begrüßen zu dürfen.

eZ Publish™ copyright © 1999-2009 eZ Systems AS