MACHU PICCHU – Die Stadt des Friedens

MACHU PICCHU – Die Stadt des Friedens

Das Leben hat es gut mit mir gemeint, denn es hat mich nach Peru in die magischste Stadt geschickt, die ich jemals gesehen habe: nach Machu Picchu. Mit einem knapp zweiwöchigen Aufenthalt in dieser alten Inka-Stadt habe ich mir einen großen Traum erfüllt.

Über Machu Picchu weiß man so gut wie nichts. Es gibt keine schriftlichen Aufzeichnungen der Inka, es gibt keine richtigen Erklärungen, welchem Zweck sie diente und wer sie erbaute. Man nimmt an, dass Machu Picchu ab 1420 erbaut und 100 Jahre später verlassen wurde. Man nimmt an, dass in den ungefähr 200 Gebäuden ca. 1500 Menschen wohnten. Man nimmt an, dass die Inka die Erbauer waren.

Entdeckt wurde sie von Hiram Bingham, der eine Expedition unter der Schirmherrschaft der National Geographic Society leitete. Die Stadt in den Wolken war bis dahin unbekannt gewesen. Und namenlos. Für die damalige internationale Presse war die Entdeckung das „transzendenteste Ereignis der Neuen Welt seit der Odyssee des Christoph Kolumbus“.

Fragen über Fragen

Fragen tun sich auf. Kannten die Inka überhaupt Machu Picchu? Wer hatte diese Stadt gebaut? Und wann? Und warum überhaupt in dieser Höhe? Und wie transportierten die Menschen damals diese Megalithen? Wer wohnte hier oben? Welchen Zweck hatte die Stadt in den Wolken?

Zwölf Tage verbrachte ich in den Ruinen. Viel Zeit, mir alle Ecken anzuschauen und noch mehr Zeit nutzte ich, gedankenlos auf Treppen und Steinen zu sitzen und alles auf mich wirken zu lassen. Denn von Machu Picchu und den dortigen Energien hat man am meisten, wenn man sich abseits der Touristenmassen in eine ruhige Ecke setzt und alles wirken lässt. Eine Führung ist zwar interessant, um alle Stellen in den Ruinen einmal zu sehen, aber da es wirklich keine Klarheit über diese Stadt gibt, ist es ebenso klar, dass die Dinge, die die Touristenführer erzählen, auch nicht alle stimmen können

Wen es nach Peru und ganz speziell nach Machu Picchu zieht, der sollte sich diesen Traum einmal erfüllen, denn solch einen hoch energetischen und friedvollen Platz gibt es nicht so häufig. Auch wenn es finanziell ein größerer Posten ist als ein Pauschalurlaub auf Mallorca, ist eine solche Reise unbezahlbar. Von Machu Picchu kommt man als anderer Mensch zurück, angereichert mit seelischen und geistigen Schätzen.

Reisetipps

Stellen Sie sich darauf ein, dass der Anreisetag mit Ankunft in Lima, der Hauptstadt Perus, anstrengend wird, denn Lima ist ein Moloch. Chaos regiert die Straßen. Spät abends kommen Sie an, am nächsten frühen Morgen geht es weiter nach Cusco, der kulturellen Hauptstadt Perus. Wenn Sie in Cusco ankommen, sollten Sie sich auf den Höhenunterschied von mehr als 3.000 Metern einstellen. Denn für den Kreislauf ist dieser schnelle und drastische Höhenunterschied eine Herausforderung und nicht selten macht sich die Höhenkrankheit, die so genannte ‘Soroche’, bemerkbar. Die Folge davon können Kopfschmerzen, Schwindelgefühl, Krämpfe, Ohrenschmerzen, Herzrasen und Erbrechen sein. Man sollte sich auch langsamer bewegen und alles mit Bedacht tun. Verbringen Sie den ersten Tag in einem Café am zentralen Platz in Cusco, der Plaza de Armas. Dort können Sie das Leben beobachten und viel Coca-Tee trinken, den ‘Mate de Coca’, der der Höhenkrankheit entgegenwirkt. Außerdem habe ich schon drei Wochen vor der Reise Schüssler-Salze eingenommen, die sehr gut gewirkt haben.

Für mich hat es sich bezahlt gemacht, alle Tickets, sowohl die der Zugfahrten als auch der Inlandsflüge von einer Agentur vor Ort buchen zu lassen. Bei unvorhergesehenen Problemen war so die örtliche Agentur dafür zuständig. Die Rückreise lag genau in einer Phase, als die Peruaner in allen größeren Städten gestreikt hatten. Ich flog deshalb einen Tag früher nach Lima zurück. Alle Straßen wurden früh morgens abgesperrt, sodass ich nicht zum Flughafen hätte gelangen können. Die Umbuchung hätte eine Menge Stress und Hektik mit sich gebracht, denn ich kann kein Spanisch und nicht alle Peruaner sind des Englischen mächtig. So konnte ich mich ausruhen und die örtliche Agentur regelte alles für mich.

Arm und Reich

Wir Touristen sind für die Peruaner sehr reich, denn Peru ist eines der ärmsten Länder der Welt. Lassen Sie möglichst allen Schmuck zu Hause. Tragen Sie Ihre Wertsachen, Tickets, das Geld etc. in Umhängebeuteln oder in Gürteltaschen. Selbst Kängurubeutel können im Gedränge sehr schnell geklaut werden. Vermeiden Sie ebenfalls, Fotoapparate und Filmkameras bei Nicht-Gebrauch um Ihren Hals baumeln zu lassen. Stecken Sie sie lieber in einer festen Tüte in den Rucksack oder halten Sie sie in einer unscheinbaren Plastiktüte in der Hand.

Das preiswerteste und praktischste Reisemittel in Peru ist das Taxi. Falls Sie einen Leihwagen chartern wollen, nehmen Sie eines mit Fahrer. Der kennt sich mit den Straßenverhältnissen aus, denn die Peruaner fahren ohne irgendwelche Regeln. Außerdem kann der Verlust des Autos sehr teuer werden. Denn im Normalfall sind die Mietautos nicht versichert. Der Zeitunterschied von Peru zu Deutschland beträgt im Winter sechs Stunden rückwärts. Ist es in Deutschland 15.00 Uhr, dann zeigt die Uhr in Peru 9.00 Uhr vormittags an. Im Sommer beträgt der Zeitunterschied sieben Stunden.

Reisezeit

Die beste Zeit für eine Reise nach Machu Picchu ist von Juni bis Oktober. In diesen Monaten herrscht meist sonniges Wetter, allerdings mit großen Temperaturunterschieden zwischen Tag und Nacht. Im Juni und im Juli wird es rappelvoll werden, dann ist Machu Picchu überlaufen. In meinen Augen ist der beste Monat der September, denn dann sind weniger Touristen unterwegs und das Wetter ist noch schön. Denn von November bis März regnet es 11 bis 19 Tage im Monat. Aber rechnen Sie bitte nicht damit, Machu Picchu ohne Wolken zu sehen. Das kommt nur sehr selten vor.

Wichtig für den Aufenthalt auf Machu Picchu ist ein Hut mit breiter Krempe, damit neben dem Kopf zusätzlich auch der Nacken geschützt ist. Denn da oben holt man sich sehr schnell einen Sonnenbrand. Bitte eine Sonnenbrille mitnehmen und sich immer mit einem hohen Sonnenschutzfaktor eincremen. Die Sonne brennt, auch wenn sie hinter den Wolken versteckt ist.

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