„Morgens habe ich oft das Gefühl, nicht ausreichend Schlaf bekommen zu haben“, berichtet Vera Schneider ihrer Therapeutin. Die allein erziehende Verkäuferin fühlt sich „wie zerschlagen“. Den Tag über glaubt sie Arme und Beine aus Blei zu haben, abends ist sie oft zu erschöpft, um noch für sich und den zwölfjährigen Sohn zu kochen. Da tut es dann auch mal die schnelle Pizza aus dem Ofen. Oft schon hat sich Vera Schneider vorgenommen, am Wochenende Sport zu treiben oder wenigstens regelmäßig spazieren zu gehen. Aber dann fehlt ihr doch der Antrieb, und schließlich müssen ja auch in der Wohnung noch Dinge erledigt werden, die unter der Woche liegen geblieben sind.
Einen Alltag wie diesen kennen viele. Die Tagesabläufe mögen variieren, die Symptome sind gleich: Müdigkeit, Antriebslosigkeit, das Gefühl, kaum oder nur schlecht geschlafen zu haben, Angespanntsein, schwere Glieder und Erschöpfung, gehören inzwischen zu vielen Lebensläufen.
Margit Sulzberger überrascht das nicht. Die Schweizer Vitalstoffexpertin und Ernährungsspezialistin berichtet: „In meiner Praxis beobachte ich seit einigen Jahren, dass die Mehrheit meiner Klientinnen und Klienten nicht nur über körperliche Symptome wie Allergien, Verdauungsbeschwerden und Ähnliches klagt, sondern immer auch das Thema Müdigkeit oder sogar Erschöpfung erwähnt.“
Konflikte und Sorgen sind enorme Energieräuber, nicht nur weil wir ihretwegen oft nicht schlafen können. Sie haben die Tendenz, unser ganzes Denken zu besetzen und sich wie eine Blockade zwischen unsere Absichten und Tätigkeiten zu schieben.
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