Lateinamerikanisch vegetarisch

Lateinamerikanisch vegetarisch

Goldschätze aus der Neuen Welt

Dass „Inka-Trüffel“ (Kartoffeln) und Tomaten aus Südamerika stammen, ist allgemein bekannt. Aber wussten Sie, dass auch der Kürbis von dort kommt? Aus dem „Goldkorn“ Quinoa lassen sich mit diesen und anderen traditionellen Zutaten gesunde, farbenfrohe Gerichte zaubern, die Sie im Nu zu Entdeckern und Eroberern einer „neuen Welt“ kulinarischer Genüsse machen...

„TOMAT-LE“, „XOCOLATL“ & CO.

Exotische Düfte von scharfen Gewürzen sowie farbenfrohes Obst und Gemüse füllen die Wochenmärkte Lateinamerikas. Gemüse- und Obstsorten, Getreide-Arten und Gewürze, die für die jetzige Generation der Menschen in Europa längst selbstverständlich sind, waren in früherer Zeit völlig unbekannt, da sie erst mit dem Zeitalter der Entdecker und Eroberer über den Schiffsverkehr zwischen der alten und der neuen Welt zu uns gelangten. Bananen, Avocados oder Vanille fanden so zum Beispiel den Weg über den Ozean in unsere Küchen. Und auch dann noch waren sie extrem teuer und nur einer exklusiven Schicht von Begüterten vorbehalten.

Wildformen der Speisekartoffel kannte man schon vor 3.000 Jahren. Spanische Eroberer brachten die „Trüffel der Inkas“ im 16. Jahrhundert erstmals nach Spanien. Tatsächlich leitet sich unser Wort „Kartoffel“ direkt von dem italienischen Wort für „Trüffel“, tartuffoli, ab. Die spanischen Seeleute hatten auch Tomaten-Samen in ihrem Gepäck. Der pomodoro (italienisch für „Gold- Apfel“) heißt in der Sprache der Indianer tomat-le und stammt aus Mexiko. (Von dort stammt auch der Schamane Don Juan – vgl. den Beitrag „Der Pfad des Lernens“ in diesem Heft.) Kürbis-Fruchtfleisch und -kerne waren schon in der Vorzeit wichtige Lebensmittel. Samenfunde in Peru wiesen ein Alter von mehreren tausend Jahren auf. Kakao war in Lateinamerika bereits lange vor dem Eintreffen der spanischen Eroberer als Genussmittel bekannt. Die Kakaobohne war so kostbar, dass sie zwischen den verschiedenen Ländern zeitweise sogar als Zahlungsmittel verwendet wurde. Das aztekische Wort xocolatl führte schließlich zum heute gebräuchlichen Ausdruck Schokolade.

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