MEDITATION UND VITALSTOFFREICHE ERNÄHRUNG

MEDITATION UND VITALSTOFFREICHE ERNÄHRUNG

Das Rezept ist so einfach wie effektiv: Wer meditiert und naturbelassene Nahrungsmittel isst, kann etwas für die Figur tun. Warum ausreichende Ruhephasen für den Körper und den Stoffwechsel so wichtig sind, erklärt Ernährungsexperte Klaus Oberbeil im Gespräch mit VISIONEN -Redakteurin Claudia Hötzendorfer .

Die Kernaussage Ihres Buches lautet: Ohne Ruhepausen, keine optimale Nährstoffverwertung. Das klingt so einleuchtend, dass sich die Frage aufdrängt, warum andere Ernährungsexperten nicht schon längst darauf gekommen sind.

Stimmt, bislang gab es dazu noch keine Veröffentlichungen. Wie wichtig Ruhephasen für die Nährstoffverwertung sind, ist erst kürzlich entdeckt worden. Dabei muss man nur einen Blick in die Tier- oder Pflanzenwelt werfen. Denn sowohl Tiere als auch Pflanzen pendeln zwischen einem Stresssystem und einem Ruhesystem hin und her. Im Stresssystem – dem so genannten Sympathikus - sind Herz, Kreislauf und Gehirn in Hochform, die Gefäße sind verengt, damit der Blutdruck leicht steigt. Auf diese Weise sind die Tiere konzentrierter, wacher, stressresistenter und sehr aktiv. Was für sie gilt, lässt sich auch auf den Menschen übertragen. In dieser Phase laufen wir auf Hochtouren. Würde der Organismus nun die ganze Zeit auf diesem Level bleiben, käme es viel zu schnell zum Verschleiß. Deshalb hat die Natur Ruhephasen vorgesehen, die auch Parasympathikus genannt werden. Währenddessen erweitern sich die Gefäße, der Blutdruck sinkt leicht ab, die Hirntätigkeit ebenso wie das Herz-Kreislauf-System werden heruntergefahren. Weil aber die Gefäße erweitert sind, fließt mehr Blut und damit gelangen mehr Nährstoffe in die Zellen, um sie aufzupäppeln. Das ist ein entscheidender Mechanismus, der in Gesundheitsratgebern überhaupt noch nicht beachtet worden ist.

Während der Meditation und vor allem auch im Schlaf wird der Körper mit Nährstoffen versorgt. Tiere schlafen nach einer Stressphase sofort ein. Menschen hingegen können oft nicht einschlafen, obwohl sie müde sind und gleich ins Bett gehen. Die Gedanken kreisen um Probleme, Sorgen und Konflikte. Denkt man beispielsweise an einen wichtigen Termin am nächsten Tag oder an finanzielle Probleme, verengen sich innerhalb von einer Zehntelsekunde die Gefäße und der Blutdruck steigt an. Damit bleibt dem Sandmann die Tür verschlossen.

Wenn wir nun über das Schlankwerden sprechen, müssen die Körperzellen mit Nährstoffen gefüttert werden, mit Biostoffen, Vitaminen, Mineralstoffen, Eiweißen, Fettsäuren usw., damit der Stoffwechsel auf 100 % hochgefahren wird. Eine Körperzelle besteht aus drei Millionen Einzelteilen, vergleichbar mit einer betriebsamen Großstadt wie Düsseldorf. Wenn der Stoffwechsel voll im Gang ist, fordern die Zellen aus dem Fettgewebe Triglyceride (Fettmoleküle) an. Die werden in der Zelle verbrannt. Das ist das Geheimnis des Schlankwerdens ganz generell.

Das meditative Versinken vor dem Sport hilft als Vorbereitung, weil damit die Zellen im Gehirn oder die Nervenzellen
kurzzeitig entlastet werden.

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