Physiotherapie für Tiere

Physiotherapie für Tiere

Was für den Menschen gut ist, kann auch für unsere Haustiere nicht schlecht sein. So verhält es sich auch mit der Krankengymnastik. Die Tier- und Humanphysiotherapeutin Kerstin Hasse hat das Standardwerk zum Thema Physiotherapie für Hunde geschrieben und legte damit erstmals einen leicht verständlichen Ratgeber für Profis und Laien vor. Mit VISIONEN sprach die ausgebildete Heilpraktikerin darüber, was man dabei beachten sollte und wann sich der Besuch beim Physiotherapeuten mit Hund, Katze oder Pferd lohnt.

Gibt es einen Unterschied zwischen Krankengymnastik und Physiotherapie?

Es gibt keinen Unterschied. Anfang der 1990er Jahre – nach der Wende – wurde der Begriff angeglichen. Bei uns hieß es Krankengymnastik und in der ehemaligen DDR Physiotherapie. Man war wohl der Ansicht, Krankengymnastik passt nicht mehr so richtig, und hat es einfach umbenannt. Aber grundsätzlich ist es das Gleiche.

Gibt es Unterschiede zur Physiotherapie beim Menschen?

Bei den passiven Sachen wie Elektrotherapie, Massagen oder Dehnungen gibt es keinen Unterschied. Beim Menschen kann ich natürlich Übungen machen. Dem Menschen kann ich sagen, „Heben Sie Ihr rechtes Bein 20mal.“ Das klappt beim Tier nicht. Da muss ich auf Reflexe ausweichen oder gezielt Bewegungsübungen mit ihm machen. Aber ich bekomme kein Tier dazu, nur ein Körperteil, zum Beispiel das rechte Hinterbein, 10mal hochzuheben. Das klappt einfach nicht. Oder zumindest kann ich ihm nicht vermitteln, dass es auf diese Weise mitarbeiten muss.

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