Rote Bete

Rote Bete

Die tollen Knollen

Viele kennen Rote Bete heute nur noch als Fertigsalat aus dem Glas. Im Verbund mit anderen traditionsreichen Gemüsesorten wie
Pastinaken, Petersilienwurzeln oder Steckrüben erleben sie derzeit zu Recht eine kulinarische Renaissance.

GEMEINSAMER VORGÄNGER und Urahn aller Kulturrüben ist vermutlich der Rote Seemangold, eine Art Spinat, und die Wildbete Beta vulgaris (gemeine Rübe), die aus der Gegend Vorderasiens stammt. Der Name „Bete“ also hat nichts mit Gemüse-„Beeten“ zu tun, sondern kommt von lateinisch beta, „Rübe“. In der Schweiz heißen die Roten Bete „Randen“.

In Nordeuropa reichen Funde der Bete bis in die Jungsteinzeit zurück. Den Griechen und Römern war sie in einer roten und einer weißen Variante ebenfalls bekannt. Heute gibt es sie auch (wieder) in gelb. In der uns vertrauten Form stammt die Rote Bete erst aus dem 19. Jahrhundert.

Die Knolle wurde roh oder gekocht verzehrt. In der Antike galt diese Rübe ihres tief roten Saftes wegen als probates Heilmittel bei Blutarmut und Entzündungen aller Art. Auch Paracelsus, der berühmte Arzt und Naturforscher aus dem 16. Jahrhundert, rühmte die Rote Bete ob ihrer Heilkraft. Sie eignet sich gut als Aufbaumittel bei körperlichen Schwächezuständen, z. B. in der Rekonvaleszenz.

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