Der Wunsch, den vergänglichen Duft einer Blüte einzufangen und zu konservieren, geht weit zurück in die Vergangenheit. Noch vor der Antike versuchten Hochkulturen der Inka oder der Ägypter, die verschiedenen Aromen in kostbaren Gefäßen zu verwahren. Das griechische Wort aither („blauer Himmel“), das die Wurzel des im modernen Sprachgebrauch üblichen „ätherisch“ bildet, steht für das Flüchtige und nicht Fassbare. Ein ätherisches Öl war für die alten Griechen ein Duft des Himmels.
Unsere Nasen sind schon so verdorben, dass wir die feinen Nuancen der Natur überhaupt nicht mehr als natürliche Duftstoffe erkennen.
Die Alchimisten nannten es die Seele der Pflanze und die wollten sie extrahieren, um sie in Flaschen abzufüllen. So konnte das Aroma je nach Lust und Laune ins Bewusstsein geholt werden, sobald der Stopfen aus der Flasche gezogen wurde. Aber da war weit mehr als der betörende, stechende, scharfe oder auch feine Duft. Heilkundige wussten um die Lebenskraft und das Energiefeld ...
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