Traditionelle Chinesische Tiermedizin: Fünf Elemente für vier Pfoten

Traditionelle Chinesische Tiermedizin: Fünf Elemente für vier Pfoten

In der Schulterregion befinden sich viele Meridianpunkte. Moxa kann nicht nur Wärme geben, sondern auch die Abwehrkräfte des Hundes stärken. - Foto: Kosmos-Verlag

Der Legende nach wurde vor 3500 Jahren ein an Koliken leidender Elefant erfolgreich mit Akupunktur behandelt. Seitdem wird die Traditionelle Chinesische Medizin (TCM) auch bei Haus- und Nutztieren angewendet. Hierzulande ist die TCM im Bereich der Veterinärmedizin zwar noch nicht so weit verbreitet wie in der Humanmedizin, stößt jedoch auf einen ständig wachsenden Kreis von Interessenten, die sich entweder ganz auf die TCM konzentrieren oder sie ergänzend zur Schulmedizin anwenden.

Bevor die Technologie auch in China in der Medizin zum festen Bestandteil wurde, verließen sich die Ärzte auf ihre fünf Sinne, um Krankheiten zu erkennen und zu behandeln. Sie beobachteten die Vorgänge in der Natur und entdeckten Parallelen zu den inneren Organsystemen des Menschen. Daraus entwickelten sie im vierten Jahrhundert vor Christus eine Lebensphilosophie und ein Gesundheitssystem, das sowohl Vorsorge als auch Behandlung zum Ziel hatte.

Nachdem vor rund 3500 Jahren ein Elefant erfolgreich von seinen Koliken durch Akupunktur befreit werden konnte, setzten chinesische Ärzte immer häufiger zur TCM gehörende Heilmethoden wie Akupressur, Kräuterkunde oder Moxibustion bei erkrankten Tieren ein und sorgten für eine Ernährungsumstellung. Die ebenfalls zur Traditionellen Chinesischen Medizin gehörenden Bewegungstherapien waren zwar nützlich zur Behandlung beim Menschen, für Tiere jedoch nur bedingt einsetzbar.

Abgesehen von Erkrankungen, die chirurgische Eingriffe erfordern, kann die Traditionelle Chinesische Medizin für Tiere (TCVM) bei vielen Beschwerden und Problemen hilfreich sein. Dazu zählen Allergien, Arthritis, Schmerzen, Störungen des Hormonhaushalts oder des Verdauungsapparates, Beschwerden im Herz-Kreislauf-Bereich und bei Erkrankungen der Lungen oder der Nieren.

Ein Besuch beim TCVM-Praktiker wird länger dauern. Bereiten Sie sich darauf vor, in Ihren Erinnerungen nach Fakten zu graben, die keinen westlichen Praktiker interessieren würden.

Wir hoffen, Sie finden diese Vorschau auf den Artikel aus dem Magazin VISIONEN interessant!
Es würde uns sehr freuen, Sie als neuen Abonnenten des Magazins begrüßen zu dürfen.

eZ Publish™ copyright © 1999-2012 eZ Systems AS