Bevor die Technologie auch in China in der Medizin zum festen Bestandteil wurde, verließen sich die Ärzte auf ihre fünf Sinne, um Krankheiten zu erkennen und zu behandeln. Sie beobachteten die Vorgänge in der Natur und entdeckten Parallelen zu den inneren Organsystemen des Menschen. Daraus entwickelten sie im vierten Jahrhundert vor Christus eine Lebensphilosophie und ein Gesundheitssystem, das sowohl Vorsorge als auch Behandlung zum Ziel hatte.
Nachdem vor rund 3500 Jahren ein Elefant erfolgreich von seinen Koliken durch Akupunktur befreit werden konnte, setzten chinesische Ärzte immer häufiger zur TCM gehörende Heilmethoden wie Akupressur, Kräuterkunde oder Moxibustion bei erkrankten Tieren ein und sorgten für eine Ernährungsumstellung. Die ebenfalls zur Traditionellen Chinesischen Medizin gehörenden Bewegungstherapien waren zwar nützlich zur Behandlung beim Menschen, für Tiere jedoch nur bedingt einsetzbar.
Abgesehen von Erkrankungen, die chirurgische Eingriffe erfordern, kann die Traditionelle Chinesische Medizin für Tiere (TCVM) bei vielen Beschwerden und Problemen hilfreich sein. Dazu zählen Allergien, Arthritis, Schmerzen, Störungen des Hormonhaushalts oder des Verdauungsapparates, Beschwerden im Herz-Kreislauf-Bereich und bei Erkrankungen der Lungen oder der Nieren.
Ein Besuch beim TCVM-Praktiker wird länger dauern. Bereiten Sie sich darauf vor, in Ihren Erinnerungen nach Fakten zu graben, die keinen westlichen Praktiker interessieren würden.
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