Vegetarische VISIONEN: Die chinesische Küche

Vegetarische VISIONEN: Die chinesische Küche

Fern(k)östliche Kochkunst

Die chinesische Küche kann als eine der phantasievollsten und zugleich vitamin- und nährwertreichsten Küchen der Welt bezeichnet werden. Die besonderen Eigenschaften der fern(k)östlichen Küche sind harmonisch abgestimmte Menüs im Hinblick auf Yin-Yang Gewichtung, sowie die al dente- (bissfeste) Qualität der Gemüsesorten und die spezielle Würzkraft der vielfältigen Saucen. Das Yin-Yang-Symbol bedeutet Harmonie von männlichem und weiblichem Prinzip. Yin und Yang kontrollieren sich gegenseitig, um das Gleichgewicht im Körper zu wahren, und diese Eigenschaft kann durch bewusste Zusammenstellung der Nahrung zusätzlich unterstützt werden.

Das Kochen von Nahrungsmitteln hat grundsätzlich einen yangisierenden (wärmenden) Effekt auf den menschlichen Organismus, der durch Hinzufügen von scharfen Gewürzen noch verstärkt werden kann. Um auch den Yin-Aspekt einzubringen, wird zu einem Yang-betonten Gericht z.B. Sprossengemüse, Algensalat oder Joghurt und als Nachspeise eine kühlende Obstsorte gereicht.

Der Wok

Das Herz der chinesischen Küche ist der Wok. Das Wort „Wok“ stammt aus dem Kantonesischen und bedeutet schlicht und einfach Kochgefäß. Der Wok ist nicht nur in seiner Funktion, sondern auch in seiner durchdachten Form ein typisches Beispiel asiatischer Kultur. Man/frau kann dieses formschöne Kochgefäß direkt vom Herd auf den Tisch bringen. Mit wenig Öl und kurzen Garzeiten, bedingt durch die sich nach oben verbreiternde Form des Wok, ist das Kochen mit diesem Gerät ein wahres Vergnügen. Der Wok eignet sich zum Braten, Schmoren, Dämpfen und Frittieren von Speisen gleichermaßen. Das Gemüse behält nicht nur seine Farbe, sondern auch seinen Eigengeschmack und durch die extrem kurz Garzeit bei hoher Temperatur bleiben auch die Vitamine erhalten.

Der Kreis der Elemente

Ein wesentliches Merkmal der chinesischen Küche ist die Ernährung nach den Regeln der Fünf Elemente Holz, Feuer, Erde, Metall und Wasser (vgl. VISIONEN, März 2007). Nahrung soll der Erhaltung der Gesundheit dienen, und dieser Grundsatz wird durch Ausgewogenheit von Yin- und Yanghaltigen Lebensmitteln erreicht. Das Qi (die Energie) in der Nahrung soll nicht durch zu langes Kochen vernichtet, sondern durch die richtige Kombination und Reihenfolge der Zutaten erhöht werden. Nach einer chinesischen Mahlzeit, die nach der „Fünf Elemente-Lehre“ zubereitet wurde, wird man/frau sich nicht müde fühlen wie im Falle unserer üppigen westlichen Mahlzeiten, sondern sich gestärkt und erfrischt vom Tisch erheben.
Wichtig ist vor allem, dass die einzelnen Zutaten in der angegebenen Reihenfolge in den Wok kommen, damit der Kreis der Elemente immer wieder geschlossen wird. Holz nährt das Feuer, Feuer (Asche) wird zu Erde, Erde kristallisiert und wird zu Metall (Mineralien), Metall belebt das Wasser, Wasser nährt das Holz. Es darf kein Element ausgelassen oder übersprungen werden. Gerührt wird im Uhrzeigersinn. Die Zuordnung der Zutaten zu den entsprechenden Elementen ist durch deren Anfangsbuchstaben in den Rezepten mit angegeben.

Wir hoffen, Sie finden diese Vorschau auf den Artikel aus dem Magazin VISIONEN interessant!
Es würde uns sehr freuen, Sie als neuen Abonnenten des Magazins begrüßen zu dürfen.

eZ Publish™ copyright © 1999-2009 eZ Systems AS