Calvin und der Geist des Kapitalismus

Calvin und der Geist des Kapitalismus

Zum 500. Geburtstag des Reformators

Am 10. Juli wäre er 500 Jahre alt geworden: Johannes Calvin, der Begründer des Calvinismus. Beeinflusst durch die Lehren Martin Luthers, schuf er eine Reformation des Glaubens, die nicht zuletzt den Kapitalismus des Westens mitgeprägt hat.

Fotos von www.calvin.de

Das wechselvolle Leben des Johannes C.

Geboren wurde er als Jean Cauvin am 10.7.1509 in dem französischen Städtchen Noyon, eine Stunde Autofahrt nördlich von Paris. Sein Vater Gérard entsprang einer Schifferfamilie, brachte es aber zu einem höheren Beamten des Bischofs Charles de Hangest. Der und seine Adelsfamilie ermöglichten Jean eine gute Ausbildung bis hin zum Magister Artium. Später studierte Jean auf Wunsch seines Vaters Jura in Orléans, 130 km südlich von Paris, wo er von dem Deutschen Melchior Vollmar in den Humanismus und die Lehren Martin Luthers eingeführt wurde. Seine spätere entschiedene Einstellung gegen die römische Kirche hatte aber wohl mehrere Gründe. Er musste z. B. miterleben, wie seinem Vater 1531 die Totenmesse verweigert wurde, weil ihm aufgrund eines Streites mit dem Bischof der „kleine Kirchenbann“ auferlegt worden war.

„Gott hat mein trotz seiner Jugend schon recht starres Herz durch eine unerwartete Bekehrung zur Gelehrsamkeit gebracht.“ Calvin

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