Ich denke, wenn wir über ein weltweites Publikum sprechen, dann würde ich sie wohl am ehesten als Worldmusic beschreiben. Wissen Sie, der Begriff „Worldmusic“ ist in jedem Land anders besetzt. Interessanterweise ist so genannte Worldmusic immer etwas für ausländische Ohren. Ich glaube Youssou’N’Dour würde seine Musik als senegalesisch bezeichnen. Aber für uns, die wir nicht in Afrika leben, ist es Worldmusic. Oder nehmen Sie Mercedes Sosa: sie würde sicher sagen, dass sie argentinische Musik macht. Wir sagen, es ist Worldmusic. Deshalb beschreibe ich meine Musik eigentlich als israelische Musik mit Einflüssen aus Afrika und Arabien, jemenitischen Traditionen und Texten, östlicher Folklore und biblischen Psalmen. Aber ich nehme an, dass Zuhörer in Deutschland oder sonst wo auf der Welt sie eben als Worldmusic einordnen.
Zunächst einmal machen wir Musik, weil es uns Spaß macht. Es ist Kunst. Wenn ich eine Platte aufnehme, dann lade ich dazu meine Nachbarn ein oder israelische Künstler, die ich sehr schätze. So habe ich angefangen. Wenn ich auf die letzten vier Jahre zurückschaue, stelle ich fest, dass sich in meiner Arbeit die gesellschaftliche Entwicklung in Israel widerspiegelt. Für mich ist es eines der interessantesten multikulturellen Länder, die es gibt. Viele meiner Freunde, die in ...
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www.idanraichelproject.com
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