VORGESTELLT. Der Juni ist der lichtvollste Monat des Jahres. Doch ab dem hellsten Tag beginnen die Nächte schon wieder länger zu werden. So trägt jeder Höhepunkt bereits den Keim des Niedergangs in sich.
Der Autor Florian Euringer (geb. 1955), ist Astrologe mit Spezialgebiet Indische Astrologie und Autor von zwei Büchern dazu (Die 27 Frauen des Mondes; Das vedische Horoskop).
DER LICHTVOLLSTE MONAT. Die Monate, die einen der vier Wendepunkte im jährlichen Lauf der Sonne in sich bergen (d. s. März, Juni, September und Dezember), werden durch dieses Ereignis geprägt. Da macht auch der Juni keine Ausnahme. Am 21. Juni (abhängig von der Himmelsmechanik auch am 20. oder 22. Juni) ist der längste Tag und die kürzeste Nacht des Jahres. Das Licht verdrängt die Finsternis – wenn jedoch der Triumph gefeiert wird, ist der Höhepunkt meist schon überschritten: Jeder noch so umfassende Sieg trägt bereits den Keim der Niederlage in sich.
Eigens für diesen Zweck angestellte Sklaven ermahnten daher die siegreichen römischen Feldherren auf ihren Triumph-Fahrten: „Memento mori: Bedenke, auch du bist sterblich!“
In diesem Sinne sind in den lichtvollsten Monat des Jahres Feiertage eingestreut, die sich mit dem Schatten des Lebens, dem Tod, beschäftigen.
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