BAUEN MIT LEHM

BAUEN MIT LEHM

Lehm als ganzheitlicher, gesunder, sinnlicher, umweltfreundlicher, lebensbejahender Baustoff

Lehm war lange der wichtigste Baustoff und wird heute auch hierzulande wieder zum Bauen verwendet, aus ökologischen, ästhetischen und gesundheitlichen Gründen. Christian Salvesen vermittelt Einblicke in das Bauen mit Lehm.

Seit 9000 Jahren leben Menschen nachweislich in Häusern aus Lehm. Über die Jahrtausende hinweg wurden aus Lehm beeindruckende Tempel und Pyramiden erbaut. Ein Drittel der Erdbevölkerung wohnt auch heute noch in Lehmhäusern. Als alternatives oder ergänzendes Baumaterial gab es lange nur Holz und Stein. Haben Beton, Stahl und Glas als bevorzugte Baustoffe unserer Zeit Naturbaustoffe wie Lehm überflüssig gemacht?

In den letzten Jahrzehnten zeichnet sich in der ökologischen Bauszene ein deutlicher Trend ab, bei dem die Rückbesinnung auf den Lehmbau eine entscheidende Rolle spielt. Wem Gesundheit und eine ganzheitliche, bewusste Lebensweise am Herzen liegen, kann im Lehm einen Baustoff von zukunftsweisender, ja lebenswichtiger Bedeutung sehen.

In Notzeiten war Lehm als Baustoff immer gefragt, im 20. Jahrhundert jeweils während eines Weltkrieges oder kurz danach. Denn Lehm gibt es genug, häufig sogar direkt an der Baustelle. Auch der bemerkenswerte Aufschwung des Lehmbaus in den letzten Jahren wurde aus Not geboren. Wer ökologisches Bauen als kurzlebige Mode abtut, verkennt die Situation. „Wir müssen wieder mit Naturmaterialien wie Lehm und Holz bauen, wollen wir die nächsten Jahrzehnte und Jahrhunderte überleben“ lautet der Grundtenor jener, die sich dem ganzheitlichen Bauen verschrieben haben.

Mit zunehmendem Interesse am Baustoff Lehm wachsen die Chancen, dass uns die Natur erhalten bleibt.

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