Das unverteidigte Herz

Das unverteidigte Herz

Wie wir uns selbst und andere lieben lernen

Liebevoll miteinander umzugehen fällt uns nicht immer leicht. Viel zu leicht lassen wir uns hinreißen zu reagieren, statt bewusst zu agieren. Wenn wir bereit sind, einen Schritt zurück zu treten und die Situation mit offenem Herzen zu betrachten, können wir diesen Teufelskreis verlassen und zur Heilung unserer Beziehungen beitragen – auch zur Heilung der Beziehung zu uns selbst.

„Verteidigungslosigkeit ist nicht gleichzusetzen mit Passivität. Es ist genau das Gegenteil. Es ist die Willigkeit, deiner Natur zu erlauben, in der Gegenwart Gottes präsent zu sein.“ Diese Worte meines Lehrers Aaravindha Himadra haben sich in meinem Leben als wahrer Schatz erwiesen, um in schwierigen Situationen mit anderen nicht in gewohnte Reaktionsmuster zu fallen und Konflikte dadurch zu verstärken, sondern in mir nach Lösungen zu suchen, die zur Heilung der Konflikte beitragen können.

Es ist ein aktiver Weg, durch Achtsamkeit die Präsenz von Gott/ Göttin zuzulassen, die in jedem Moment in uns ruht. Dies ist durchaus wörtlich zu nehmen:

Indem wir uns der Liebe in unserem Herzen in jedem Moment hingeben, erfahren wir Führung. Von Moment zu Moment. Entziehen wir uns unserer wahren göttlichen Natur, indem wir aus dem Moment gleiten und stattdessen hinein in Emotionen, die aufgrund von Voreingenommenheit oder dem Wunsch, Recht haben zu wollen, entstanden sind – dann verlieren wir den Kontakt zu unserem in uns ruhenden göttlichen Kern und geraten in Positionierungen, um unsere Ego-Identifikationen zu bestätigen.

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