Denken und andere Randsportarten

Denken und andere Randsportarten

Im Gespräch mit Th orsten Havener über die Kraft der Gedanken

Wenn Thorsten Havener sein Publikum bittet, NICHT an einen blauen Elefanten zu denken, hat jeder trotzdem einen Dickhäuter mit ungewöhnlicher Färbung vor dem inneren Auge. So funktioniert Suggestion. „Wir sind uns nicht bewusst, wie wir denken und was Denken auslösen kann.“ Sagt ein Mann, der als Gedankenleser durch TV-Auftritte bekannt wurde, die Bezeichnung „Mentalist“ nicht mag („weil unzutreffend“) und der sich selbst am liebsten als Infotainer sehen möchte.

Wie oft wir im Alltag beispielsweise durch die Werbung oder Marketingstrategen zum Kauf verführt werden und wie leicht wir uns überhaupt manipulieren lassen, hat Thorsten Havener in zwei Büchern ausführlich erklärt. Inzwischen sind sie Bestseller und der Verfasser ein gefragter Referent. Denn längst hat der Diplom- Dolmetscher die Welt der Zaubertricks, die ihm erste Schritte auf der Karriereleiter erlaubten, hinter sich gelassen, um in Vorträgen und Seminaren über die Kraft der Gedanken zu plaudern.

Ihr Programm heißt „Denken und andere Randsportarten“. Klingt fast so, als wäre Denken kein Massensport. Woran liegt das?

Wir sind uns nicht bewusst, wie wir denken, was unser Denken in uns und allgemein auslösen kann. Dass das Denken maßgeblich dazu beiträgt, ob man etwas schafft oder nicht oder ob man zufrieden ist oder nicht, darüber sind wir uns sicher einig. Wie man Gedanken lenken und ändern kann oder wie wir einfach bewusster mit unseren Gedanken umgehen können, darüber hat noch keiner wirklich nachgedacht.

Jede Aussage hat eine Inhalts- und eine Emotionsebene.

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