„Solange ich lebe, habe ich Lust am Leben. Und so löste diese problematische Diagnose bei mir kein Bedürfnis nach Hoffnung aus. Ich lebe. Wie lange, weiß ich eben nicht.“ Diese bedingungslose Lebensbejahung lässt sie das Phänomen Krebs bewundernswert gelassen wahrnehmen. Zunächst: Keine Panik! („Wer ‚Krebs’ hört, rennt energetisch mit voller Fahrt gegen eine Wand“). Dann: Keine Schuldzuweisung, keine Wertungen! Immer noch geht der Aberglaube um, Krebs sei irgendwie psychisch bedingt: Kindheitstraumata, Missbrauch, verdrängte Gefühle, irgendein persönliches Manko muss Ursache sein. Umfangreiche Studien amerikanischer Wissenschaftler haben unlängst bewiesen, dass es so etwas wie eine „Krebspersönlichkeit“ nicht gibt. Drittens: Die lineare Zeit durchkreuzen: „Ich bleibe in meiner Kraft, ich lasse mich nicht in eine lineare Bewegung drängen: Jetzt aber schnell! Sonst ist es zu spät!“ Viertens: Nicht die Meinung anderer zählt. „Ich muss erst einmal herausfinden, was das für mich bedeutet. Wie ich mich damit fühle. Wie mein Körperuniversum sich mit dem Gewächs organisiert.“
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