CvK: In jedem Fall – die Natur lebt einen klaren Zyklus von Dynamik und Innehalten – wobei das Innehalten nicht mit Stillstand gleichzusetzen ist. Wir setzen Stillstand gerne mit Stagnation gleich, vielleicht sogar mit Verlust. Das veranlasst uns, nicht freiwillig zur Ruhe kommen zu wollen, sondern uns stets weiter anzutreiben. Und das empfinden wir dann als Druck, Hektik, Atemlosigkeit.
Sie ist ein Angebot in verschiedener Hinsicht. Zum einen können die Gedanken des Alltags während eines Spaziergangs wieder sortiert werden. Danach tritt meistens schon das Gefühl von Erleichterung ein. Man sieht eben wieder klarer und ist innerlich aufgeräumter. Zum anderen erinnert die Natur an Abläufe, die einer grundlegenden Ordnung folgen. Keiner kann die Jahreszeiten abstellen, nur weil es vielleicht für die Freizeitindustrie oder den Tourismus von Vorteil wäre. Wir tun gut daran, diese Abläufe einfach mal zu beobachten und den Sinn davon als etwas zu entdecken, was auch mir als Mensch weiterhelfen kann.
Stress schürt unser Gefühl, der Zeit hinterher zu laufen.
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