KINDERN DEN WEG ZUM GLÜCK AUFZEIGEN

KINDERN DEN WEG ZUM GLÜCK AUFZEIGEN

„Alle zum Glücksunterricht!“, hallt es über die idyllische Wiese am Waldrand. Kinderstimmen geben die Aufforderung weiter bis in den Wald hinein. Sandra Gutekunst steht am großen Zelt und wartet auf ihre Schützlinge. Arthur und Jojo kommen aus den Zelten gekrabbelt, Sissi und ein paar andere springen über den kleinen Bach auf die Zeltlager-Wiese. Als alle versammelt sind, kann es losgehen.

Glaubenssätze erkennen

Heute ist das Thema Glaubenssätze dran. Dass unsere Gedanken unser Leben beeinflussen, haben die Kinder in den Tagen zuvor schon gelernt. „Aber nicht nur was wir denken, sondern auch Überzeugungen, die wir tief in uns tragen und die uns oft gar nicht bewusst sind, haben ihre Wirkung“, sagt die Trainerin Sandra Gutekunst. Sie liest Satzanfänge aus ihrem Buch „GlücksFinderKinder“ vor, die jedes Kind für sich auf einem Blatt vervollständigen soll. Satzanfänge wie: Nie kann ich… oder Immer bin ich… Am Ende der Unterrichtsstunde haben die Kinder sich ihre negativen Glaubenssätze bewusst gemacht und wissen, wie sie sie umkehren können.

Die Kinder stürmen wieder davon, um die Freispielzeit vor dem nächsten Programmpunkt des 6-tägigen Zeltlagers zu nutzen. Sandra Gutekunst klappt ihr Lehrbuch zu. Geschrieben hat sie es, weil ihr nach einem schweren persönlichen Verlust klar wurde, dass sie ihrer Tochter die Dinge fürs Leben mitgeben möchte, die ihr selbst am wichtigsten sind. Antworten auf Fragen wie: Wie hole ich Glücksgefühle in mein Leben? Welchen Einfluss haben unsere Gedanken auf unsere Gefühle und unser Leben? Wie gehe ich damit um, wenn ich von Leid erfahre?

Aus diesem Entschluss heraus begann sie mit ihrer damals sechsjährigen Tochter Glücksunterricht durchzuführen. „Laura hat diese gemeinsamen Momente mit offenem Herzen aufgenommen und ich war erstaunt, welch tiefe Verbindung auf der Herzensebene wir damit erreicht haben“, sagt die Autorin, die sich dieses Wissen in über 15 Jahren intensiver Persönlichkeitsarbeit mit vielen Seminaren, Coachings und Büchern erworben hat.

Warum sollen Kinder erst in eine falsche Richtung laufen, irgendwann als Erwachsene in einer Sackgasse stehen und dann anfangen, nach dem richtigen Weg zu suchen?

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