Als ich in Udaipur war, in dieser wundschönen indischen Stadt in Rajasthan, hatte ich schon gedacht, darüber müsste ich eigentlich ein Buch schreiben. Als ich wieder zuhause war, sprach ich mit meiner Verlegerin darüber, und sie kam auf die Idee, über einen Mutter-Sohn- Konflikt zu schreiben. Ich hatte damit eigene Erfahrungen gemacht, wenn ich es auch nicht so erlebt habe, wie die Anna im Buch. Diese Anna hat ein reales Vorbild. Ich habe lange mit der wahren Anna gesprochen, ob ich ihr früheres Leben und ihre starke Beziehung zu ihrem Sohn zum Thema meines Buches machen darf. Natürlich habe ich mir auch literarische Freiheiten genommen.
Ich wollte einen Strich unter meine Vergangenheit ziehen. Es war keine Bitterkeit dabei, sondern es war einfach ein Wendepunkt. Ich war 60, also fing ich noch einmal neu an.
Ja, in jedem Fall. Man kann kein Buch schreiben ohne eigene Erfahrungen. Die Anna ist nachher immer mehr ein Spiegel von mir geworden. Weil auch ich einen ...
Das Interview führte Claudia Hötzendorfer
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