Im Anfang liegt alles, sagt ein wichtiges unter den „Schicksalsgesetzen“. Dafür spricht viel, und das ist ein großes Glück, was Beziehungen angeht. Denn in der Regel beginnen sie wundervoll, das heißt unsterblich verliebt. Mann sieht eine Frau und ihr Anblick trifft ihn wie ein Blitz und er weiß und fühlt mit jeder Faser seines Herzens, dass er der glü cklichste Mensch auf Erden wäre, wenn er sie bekäme. Ist das Schicksal gnädig oder gemein genug, bekommt er sie, und ein mustergültiger Weg tut sich vor ihm auf.
Im Anfang ist alles wundervoll und der Himmel hängt voller Geigen. Möglicherweise trauen sich beide, falls es ihr ähnlich ergeht, in dieser als unsterblich gefühlten Liebe vor den Traualtar und schlagen alle Warnungen des Priesters in den Wind. Er spricht von guten und schlechten Zeiten, aber sie kennen natürlich nur gute und glauben ihm nicht recht. Auch der Satz „bis dass der Tod euch scheidet“ schreckt sie nicht – unsterblich verliebt, glaubt niemand ans Sterben.
Aber leider oder zum Glück macht mit der Zeit und dank der Polarität der Partner Schatten deutlich. Obwohl beide fest entschlossen waren, ihre heiße Liebe Über alle Zeiten und Hürden zu bringen, geraten nicht wenige in die Falle der Projektion. Das heißt alles, was sie an sich selbst nicht leiden können und jetzt am Partner erleben, schieben sie ihm in die Schuhe und Schuld wird geboren.
Was immer uns stört, hat mit uns selbst zu tun, sonst wäre es uns gleichgültig und wir hätten keine Ladung darauf.
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