für viele ist das World Wide Web aus dem Alltag nicht mehr wegzudenken. Ob beruflich oder privat, sie chatten, bloggen, twittern, versenden Mails, laden Fotos hoch oder legen ein Profil in sozialen Netzwerken an.
Schon lange ist das Internet nicht mehr allein die Domäne der Generation 2.0. Jeder zweite Deutsche über 50 surft über die Datenautobahnen. Die virtuelle Welt ist in der Altersgruppe der 30- bis 49-Jährigen für 85 Prozent, bei den 14- bis 29-Jährigen für 95 Prozent quasi zum zweiten Zuhause geworden. So weit die Statistik, die bislang noch keine Zahlen darüber kennt, wie viele Verstorbene im Netz nach wie vor online sind, weil Angehörige und Erben überhaupt nichts von ihren virtuellen Aktivitäten wissen.
Ein Verstorbener hinterlässt heutzutage nicht nur einen realen, sondern auch einen virtuellen Nachlass. Für Hinterbliebene rückt das digitale Erbe erst langsam in den Vordergrund. Denn wer macht sich zu Lebzeiten schon Gedanken darüber, was nach dem Tod mit den Profilen bei Facebook und My Space geschieht oder wer sich um das Ebay-Konto und das Mail-Postfach bei Web. de kümmert?
Lange negierten Plattformen wie My Space, Facebook, Studie- oder SchülerVZ den Tod ihrer User. Allein die VZ-Netzwerke haben rund 17 Millionen Nutzer. 30 Millionen Deutsche haben Profile bei My Space und Facebook, Tendenz steigend. Da war es nur eine Frage der Zeit, bis sich die Betreiber mit der Thematik auseinandersetzen mussten.
Die Identität reduziert sich im Internet auf drei Dinge: Name, Adresse und Geburtsdatum.
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