„Ehre deine Eltern“

„Ehre deine Eltern“

Das vierte Gebot im Alltag des 21. Jahrhunderts

Mutter und Vater sind die Ursache unseres Lebens, und genau besehen auch „Mutter“ Natur. Es ist gut für alle Seiten, sie beide als unsere „Eltern“ zu ehren. Doch was bedeutet das konkret? – Der christliche Sozialethiker Bernhard G. Suttner schält aus scheinbar überholten Regeln verblüffend aktuelle Lebens-Leitlinien heraus.

Was heißt „“ehren“?

„Ehre deinen Vater und deine Mutter, wie es dir der Herr, dein Gott, zur Pflicht gemacht hat, damit du lange lebst und es dir gut geht in dem Land, das der Herr, dein Gott, dir gibt.“ (Deuteronomium 5,16)

Viele sehen in dem Gebot, seine Eltern zu ehren, vor allem eine archaische soziale Regelung: Die Nomaden der Wüste seien oft in Versuchung geraten, bei Nahrungsknappheit und in sonstigen Notlagen die alten Menschen zurückzulassen. Der Sinai-Gott will das nicht; die Alten sollen mitgenommen werden.

Es steht dem Menschen gut an, sich auch als „Kind“ von „Mutter“ Natur zu sehen und sie entsprechend zu ehren.

Der traditionelle Religionsunterricht machte aus dem vierten Gebot eine Anweisung an die Kinder, sich im Gehorsam gegen Eltern, Lehrer und andere Obrigkeiten zu üben. In besonders strengen Kreisen wurde das Gebot mit Schrekkensgeschichten von ...

Mit freundlicher Genehmigung gekürzt entnommen aus: Die 10 Gebote . Eine Ethik für den Alltag im 21. Jahrhundert. Von Bernhard G. Suttner . Mankau Verlag

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