Der deutsche Maler und Bildhauer Anselm Kiefer ist am 12. Dezember mit der Leo- Baeck-Medaille ausgezeichnet worden. Der 66-jährige Künstler aus Donaueschingen erhielt die Auszeichnung für seine intensive Auseinandersetzung mit dem Grauen der Nazi-Zeit, manche seiner Werke werden kontrovers diskutiert. „Seine Kunst war nie bequem“, sagte Außenminister Guido Westerwelle während der Gala in New York. „Es gibt keinen Künstler, der diese Medaille mehr verdient hätte.“ Die Medaille wird seit 1978 von dem gleichnamigen Institut in New York an Persönlichkeiten verliehen, die sich in besonderer Weise für die deutsch-jüdische Aussöhnung eingesetzt haben. 2008 wurde Kiefer der „Friedenspreis des Deutschen Buchhandels“ verliehen. Zurzeit stellt das Frieder Burda Museum in Baden-Baden 33 großformatige Werke von Kiefer aus (bis 15. Januar). (Foto: Reuters/Mike Segar)