Das Paradies – kaum ein anderer Begriff weckt so viele Träume und Sehnsüchte in uns. Ob wir an den Garten Eden denken, ein Leben im Überfluss oder die Leichtigkeit des Seins, jede Kultur und Religion füllt diese Vorstellung mit eigenen Mythen, Bildern und Erwartungen. Um ihnen auf die Spur zu kommen, zeigt das Überseemuseum Bremen bis zum 30.7.2007 die Sonderausstellung „1001 Nacht – Wege ins Paradies“. Im 19. Jh. entwickelte sich in der europäischen Öffentlichkeit ein Orientbild, das sich in den märchenhaften, den „paradiesischen“ Verhältnissen der Märchenerzählungen von „1001 Nacht“ widerspiegelt. Man verstand hierzulande die orientalische Lebensweise als geprägt von Reichtum, Luxus und Erotik. Der Orient entwickelte sich zum Sehnsuchtsort. Dieser Paradiesvorstellung trägt das Entree der Ausstellung Rechnung. Als „Buchrücken“ hält es die einzelnen „Kapitel“ der Ausstellung zusammen. Ausgehend von den Erzählungen aus „1001 Nacht“ öffnen sich dem Besucher hier acht Tore, hinter denen sich verschiedene „Wege ins Paradies“ verbergen und auf ihre Entdeckung warten. Farben, Geräusche und Gerüche stimmen den Besucher auf den Ausstellungsbesuch ein. Die Ausstellung beschränkt sich nicht nur auf die Darstellung der verlockenden Paradiesesvorstellungen und -bilder, sondern beleuchtet auch jeweils deren „Schattenseiten“. Dazu bedient sich die Ausstellung der Gestaltungsidee des so genannten „Pop-Up Bildes“. Jedes Thema und Exponat ist von zwei Seiten, einer strahlend hellen und einer dunklen, zu sehen. So eingeführt in die Thematik, ist der Besucher aufgefordert, sich seiner Gedanken und Vorstellungen zum Paradies bewusst zu werden und eine eigene Glücksstrategie zu entwerfen.
Info: www.uebersee-museum.de , Tel: 0421-16038-101
Quelle / Info: GEO / http://www.geo.de