GESUNDHEIT: Wie wichtig Milch ist

Juli 2008

Seit einiger Zeit fordern die Bauern mehr Geld für die Milch. Zu Recht. Kuhmilch steht bei den meisten von uns auf dem täglichen „Trinkplan“. Fast 200 Gramm Milch trinkt jeder Deutsche im Durchschnitt, dazu kommen 185 Gramm Milcherzeugnisse wie Sauermilch, Käse, Sahne und Butter. Damit sind die Bundesbürger nach den Regeln der Deutschen Gesellschaft für Ernährung ausreichend versorgt. Die DGE empfiehlt pro Tag 200 bis 250 Gramm Milchprodukte plus 50 bis 60 Gramm Käse. Kuhmilch enthält natürlicherweise 3,5 bis 4,4 Prozent Fett. Je nach Milchsorte wird ihr in der Molkerei ein Teil davon entzogen. Dadurch verliert sie einiges an Kalorien, nebenbei aber auch die fettlöslichen Vitamine A, D, E und K sowie Aromastoffe. Die wasserlöslichen B-Vitamine hingegen bleiben in der Milch, egal, ob sie entrahmt ist oder nicht. Wer täglich einen Viertelliter trinkt, deckt seinen Bedarf an Vitamin B2 zu einem Viertel, den an Vitamin B12 zu knapp einem Fünftel. Das Wertvollste in der Milch ist jedoch der Mineralstoff Kalzium. Die Deutschen beziehen 60 Prozent ihres Kalziums durch Milch und Milchprodukte. Wer Milch nicht mag oder schlecht verträgt, aber trotzdem die in ihr enthaltenen Vitamine und das Kalzium nicht missen möchte, kann auf Buttermilch, Joghurt und Käse ausweichen. Nur wenige Menschen müssen aus gesundheitlichen Gründen völlig auf Milchprodukte verzichten, alle anderen profitieren von diesen Nahrungsmitteln. Verschiedene Studien, die Menschen mit unterschiedlichen Essgewohnheiten verglichen, zeigten: Wer regelmäßig Milch und Milchprodukte zu sich nimmt, hat im Durchschnitt dichtere Knochen, einen niedrigeren Blutdruck und wiegt weniger.

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