Gesellschaft: STREIT UM BUDDHA-FIGUREN DES FC BAYERN MÜNCHEN

November 2008

Die Entfernung der Buddha- Figuren vom Trainingsgelände des FC Bayern München hat der evangelische Dekan Michael Wehrwein (Lohr am Main) begrüßt. Für den fränkischen Kirchenmann ist die Entscheidung des deutschen Fußballmeisters ein Beleg dafür, dass christlicher Protest Wirkung zeigen kann. Wie es in Medienberichten hieß, hat der Verein aufgrund der anhaltenden Diskussionen beschlossen, die Figuren zu entsorgen. Zu Saisonbeginn hatte Trainer Jürgen Klinsmann die Buddhas aufstellen lassen, weil er sich davon ein positives Energiefeld für seine Spieler versprach. Tatsächlich erlebte der Klub aber einen holprigen Start in die Saison mit fünf Punkten aus drei Spielen und einem knappen Weiterkommen im DFB-Pokal. Gegen die Buddha- Figuren gab es Proteste aus Kirche und Politik. Wehrwein hatte den Bayern-Funktionären ein Kreuz geschickt mit der Bitte, diesem christlichen Symbol ebenfalls einen Platz einzuräumen. Zudem zeigte er sich in seinem Schreiben an die Vereinsführung darüber verwundert, „dass einerseits allenthalben christliches Gedankengut und christliche Symbole lächerlich gemacht und aus der Öffentlichkeit verbannt werden, andererseits der Buddhismus als vermeintlich friedliebende Religion hofiert und propagiert wird“. Wie die Münchner Abendzeitung berichtet, habe Manager Uli Hoeneß gesagt, man habe „Briefe bekommen mit dem Vorwurf, wir würden versuchen, die Spieler einem anderen Glauben näherzubringen“.

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