Sie sind keine Nobelpreisträger, aber intelligenter als 98 Prozent ihrer Mitbürger: Dem Verein „Mensa“ darf nur beitreten, wer einen IQ von 130 hat. Die Zahl der Mensa-Mitglieder habe sich in den vergangenen zehn Jahren verdoppelt, berichtet der internationale Verein anlässlich seiner Jahrestagung in Frankfurt am Main. In Deutschland zählt er derzeit rund 5400 Mitglieder. Mensa entstand 1946 in Oxford mit dem Ziel, hochbegabte Menschen aus allen Lebensbereichen in Kontakt zu bringen und die Intelligenzforschung zu fördern. Die Organisation hat nach eigenen Angaben weltweit über 100.000 Mitglieder. „Ziel ist es, interessante Leute zu treffen und gemeinsam Spaß zu haben“, so der Organisator in Deutschland, Jan Haase. In den Gesprächen mit anderen „Mensanern“ könne man „die geistigen Bremsen lösen“. Gedankensprünge, Wortspiele oder ungewöhnliche Interessengebiete stießen in diesem Zirkel nicht auf Verwunderung, sondern auf offene Ohren. „Das ist sehr befreiend.“ Mensa-Mitglied werden darf jeder, der zu den intelligentesten zwei Prozent in seiner Altersstufe gehört. Auch Kinder sind willkommen. Das älteste Mitglied ist über 90, das jüngste vier Jahre alt. Hochbegabte Kinder hätten es in der Schule oft schwer, bemängelt Mitorganisator Frank Brandt. Manche seien schlechte Schüler, weil sie sich im Unterricht langweilen. Das Programm „Mensa Kids & Junior“ bringt überdurchschnittlich intelligente Kinder zusammen und bietet ihnen Freizeitaktivitäten an, die sie geistig fordern. Mensa bietet auf www.mensa.org einen Test mit 30 kniffligen Fragen an.
Quelle / Info: dpa